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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 12. Oktober 2018

bizplay: Wie Gesellschaft zum Spiel wird

SPIELE UND NETZWERK: die bizplay ist bundesweit eine der wichtigsten Plattformen für den Austausch zu Gamification. Foto: pr/Sandra Jaques

SPIELE UND NETZWERK: die bizplay ist bundesweit eine der wichtigsten Plattformen für den Austausch zu Gamification. Foto: pr/Sandra Jaques

 

Beim Kongress „bizplay“ dreht sich alles um die Gamification des Alltags

Dass Spiele nichts mit Kinderzimmern und Konsolen zu tun haben müssen, zeigt bereits zum siebten Mal der Gamification-Kongress bizplay. Dazu treffen sich am kommenden Donnerstag, 18. Oktober, mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Tollhaus und Perfekt Futur, um die neuesten Trends und Entwicklungen mit internationalen Experten zu diskutieren.

Das Prinzip Gamification bezeichnet die Übertragung spieltypischer Elemente in einen Kontext, der von diesen eigentlich losgelöst ist, etwa beim Einkauf, Lernen oder Sport. Um Nutzungsverhalten zu beeinflussen, werden zum Beispiel Belohnungen, Fortschrittsbalken oder virtuelle Güter eingesetzt. Schwerpunkte sind die Themen Mobilität, Künstliche Intelligenz und Kreativität. Workshops und Vorträge richten sich vor allem an Interessierte aus Wirtschaft, Technik, Design, Kultur, Forschung und Entwicklung sowie Gesellschaft und Politik. „Die bizplay bringt digitale Innovationen, bei denen Gamification und Nutzermotivation sowie zugehörige Technologien im Mittelpunkt stehen, direkt zu den Teilnehmenden", so Kurator Steffen P. Walz.

Keynote Speakerin ist Katika Kühnreich. Sie erforscht, wie Beeinflussungstechnologien politisch eingesetzt werden. Etwa in China, wo mithilfe sozialer Punktesysteme spielerisch Anreize geschaffen werden, sich regierungstreu zu verhalten. Armin Gräter präsentiert neue Wege des Infotainments in autonomen Fahrzeugen und Sabiha Ghellal zeigt mit dem interaktiven Konzept Sportification, die Einbettung spieltypischer Elemente in den Sport, um die Motivation zu erhöhen. Mit dabei sind außerdem Amir Adamov, der über den Einfluss von Augmented Reality auf die Mobilität der Zukunft sprechen wird, sowie Ruurd Oosterwoud, der in seinem Fake News-Workshop ein Gefühl für verbreitete Unwahrheiten im Netz geben wird. Darüber hinaus wird Hans Michael Krause anhand einer Tischkicker-Simulation aufzeigen, wie künstliche Intelligenz zu besseren Resultaten als klassische Programmierung führen kann.

Die bizplay wird veranstaltet vom CyberForum, dem K³ - Kultur- und Kreativwirtschaftsbüro Karlsruhe, der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH sowie der gerenwa GmbH. Tagestickets kosten regulär 95 Euro und ermäßigt 39 Euro und können noch bis Mittwoch, 17. Oktober, 9 Uhr auf www.bizplay.org erworben werden. –red-/-gem-

 
 

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