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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. Oktober 2018

Stadion: „Dem Fußball eine Zukunft sichern“

DAS WILDPARKSTADION wird bei positivem Votum des Gemeinderats und erfolgreichem Abschluss der Verhandlungen mit dem potenziellen Bauherrn bald nach und nach erneuert werden können. Foto: Fränkle

DAS WILDPARKSTADION wird bei positivem Votum des Gemeinderats und erfolgreichem Abschluss der Verhandlungen mit dem potenziellen Bauherrn bald nach und nach erneuert werden können. Foto: Fränkle

 

Zuversichtlicher OB erklärte Gemeinderatsvorlage und Bedingungen für Wildpark / Verhandlungen mit Bieter für Stadionbau sollen diesen Monat beendet werden können

Die Realisierbarkeit eines neuen Fußballstadions für den KSC rückt näher. Eine Zustimmung des Gemeinderats am Dienstag vorausgesetzt, sollen noch diesen Monat entsprechende Verhandlungen mit einem Totalunternehmer und die Verträge erfolgreich abgeschlossen werden. Um im November mit Vorabmaßnahmen und ein Jahr darauf dem eigentlichen Bau zu beginnen.

„Es ist endlich soweit“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup am Mittwoch im Pressegespräch voll Zuversicht, das erwünschte Paket dann auch schnüren zu können. Im Vergabeverfahren kristallisierte sich ein Bieter als geeignet heraus. Da die den bisherigen Voten des Gemeinderats zugrundeliegenden Bedingungen berücksichtigt blieben, rechnet der OB mit einem neuerlichen Ja. Die Verwaltung dürfte dann besagtem Bieter den Zuschlag erteilen, und er wäre ermächtigt, den Vertrag zu unterzeichnen – wenn Folgendes gilt: Das Angebot ist auch nach Abschluss der Verhandlungen das wirtschaftlichste, es unterschreitet bei aktuell gut 76,5 weiterhin den Vergabevorbehalt von 76,8 Millionen Euro, außerdem kommen Stadt und KSC überein, dass über ein Hospitality-Parkdeck noch später entschieden werden kann.

Das favorisierte Unternehmen kalkuliert gut 13 Millionen Euro für die „Infrastruktur Stadionumgriff“ und liegt damit ganz anders als bei der Position „Stadion“ über dem anderen im Rennen verbliebenen. Hier will die Stadt noch entschieden nachverhandeln. Knapp eine Million ist für „Wartungsangebote“ (Betriebskosten) veranschlagt, die den KSC als Pächter in die Pflicht nehmen. Zuletzt hatte der sich bereit erklärt, eine Eigenfinanzierung des Parkhauses zu prüfen. Der nun anstehende Beschluss räumt ihm die Chance ein, das bis 31. Oktober 2020 zu bewerkstelligen, was noch eine Fertigstellung mit der neuen Haupttribüne gewährleistete. Danach kann er dieses Ziel weiterverfolgen, bleibt es aber der Stadt vorbehalten, selbst ein (für den KSC lukratives) Parkhaus zu errichten oder zuerst darauf zu verzichten. „Es ist nicht zwingend, dass wir das gleich haben“, erläuterte Mentrup bei einer aktuell kalkulierten maximalen Zuschauermenge von 15000. Auch Spiele, die noch mehr Besuch mobilisieren, werden adäquat begleitet. Alles unter Beachtung der Sicherheitsaspekte: Wesentlich bei den von der Stadt getragenen öffentlichen Infrastrukturmaßnahmen, etwa zu Trennung der Heim- und Gästefans sowie dem Eindämmen des wilden Parkens.

Trotz intensiv ausgeloteter Einsparungen sowie von Stadt und Verein erarbeitet geringerem Leistungsumfang lagen „ursprünglich alle Bieter über dem Vergabevorbehalt“, erinnerte der OB. Per Beschluss vom April billigte der Gemeinderat, Kampfmittelsondierung und Provisorien als Vorabmaßnahmen gesondert zu vergeben, was nach entsprechendem Votum im Juli erfolgte. So blieb der Vollumbau wirtschaftlich darstellbar. Es geht um das stückweise Abtragen der und behelfsweises Ersetzen von Kurven und Tribünen, samt Entsorgung des schädlichen und Wiederverwenden des brauchbaren Wallmaterials. „Macht keinen Sinn, wenn das Stadion nicht folgt“, führte Mentrup zum Rücktrittsrecht von den Vorabmaßnahmen bis Ende Oktober aus. Doch alles werde seinen Weg gehen bis zu: Notartermin mit dem KSC nächsten Freitag, Vertragsunterzeichnung mit dem Bauherrn nach Zuschlag für diesen ab 9. und Bürgerforum am 22. November. Bei dem das Design gezeigt werden soll – nach Vergaberecht zuvor nicht möglich. „Bin sehr froh und ziemlich stolz“ über die „gute Botschaft“, dem „Fußball eine Zukunft sichern“ zu können, bekannte das Stadtoberhaupt. -mab-

 
 

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