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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. Oktober 2018

Integration: 20 Jahre Kindertreff im Übergangswohnheim

HILFE: Seit jetzt 20 Jahren gibt es den Kindertreff im ÜWH. Foto: pr

HILFE: Seit jetzt 20 Jahren gibt es den Kindertreff im ÜWH. Foto: pr

 

Im Übergangswohnheim (ÜWH) der Stadt Karlsruhe wohnen Flüchtlinge und Migranten mit ihren Familien, mal mehr, mal weniger, je nach politischer Großwetterlage. Spätaussiedler aus ehemaligen Sowjetrepubliken ebenso wie Kriegsflüchtlinge aus dem früheren Jugoslawien und dem heutigen Syrien oder Kontingentflüchtlinge aus Ländern wie Afghanistan. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie dauerhaft in Karlsruhe bleiben werden und mit ihren Familien so lange im ÜWH wohnen, bis sie eine bezahlbare Wohnung gefunden haben.

Der Caritasverband Karlsruhe engagiert sich seit mehr als 20 Jahren für die Bewohner des ÜWHs. 1998 zunächst mit einem Kindertreff, um den Kindern Raum zum Spielen zu geben und die Eltern zu entlasten. Im Laufe der Jahre weitete sich das Blickfeld auf alle Bewohner aus, die eine Ansprechpartnerin für ihre Anliegen (Sprachkurs, Kindergartenplatz, Nachhilfe, Weiterbildung) auf ihrem Weg zur Integration in die Karlsruher Gesellschaft brauchen.

Heute gibt es eine zentrale Anlaufstelle für die Belange der Bewohner, die sozial beraten und begleitet werden. Seit April 2018 wurde das Angebot um einen Integrationsmanager ausgebaut, denn Karlsruhe bekommt vorwiegend Kontingentflüchtlinge zugewiesen, die ohne Kenntnis von Gepflogenheiten und Sprache des Aufnahmelandes im ÜWH ankommen. Viele von ihnen brauchen besondere Hilfe, da sie krank oder behindert sind.

Der Integrationsmanager unterstützt die Menschen dabei, ihr Leben neu zu organisieren und hilft ihnen bei Behördengängen, Arztbesuchen und Antragsstellungen. „Auch wenn die Flüchtlingszahlen zurückgegangen sind, brauchen die hier lebenden Geflüchteten langfristige Unterstützung, damit eine wirkliche Integration gelingen kann“, betont Claus Dieter-Luck, Einrichtungsleiter des Beratungszentrums Caritashaus. Dass die Bewohner im ÜWH eine gute Begleitung hin zu Integration und selbstbestimmtem Leben brauchen, sieht auch Meri Uhlig, die Integrationsbeauftragte der Stadt und hält eine Erweiterung des Personaldeputats für erforderlich. -red-

 
 

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