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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. Oktober 2018

Kombilösung: Handwerk breitet sich unten aus

SIEHT GUT AUS: In der künftigen unterirdischen Haltestelle Durlacher Tor werden erste Platten der Wand- und Bodenverkleidung angebracht. Auch oberirdisch rückt die Endgestaltung näher. Foto: KASIG

SIEHT GUT AUS: In der künftigen unterirdischen Haltestelle Durlacher Tor werden erste Platten der Wand- und Bodenverkleidung angebracht. Auch oberirdisch rückt die Endgestaltung näher. Foto: KASIG

 

Fortschritte bei Innenausbau des Bahntunnels / Entlastung am Mendelssohnplatz

Immer vielfältiger gestalten Handwerker den im Bahntunnel unter Kaiser- und Karl-Friedrich-Straße längst dominierenden Innenausbau: Viele Spezialisten sind zurzeit in den insgesamt sieben unterirdischen Haltestellen und dazwischenliegenden Abschnitten unterwegs und aktiv für eine betriebsbereite Anlage des Nahverkehrs.

Enormen Aufwand verursacht die Ausstattung mit der erforderlichen Technik, die den späteren Fahrgästen aber weitestgehend verborgen bleiben wird, wie die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin der Kombilösung ausführt. Viele Kilometer Bahnstrom-, Stromkabel und Telekommunikationsleitungen müssen in die Leerrohre in den Tunnelabschnitten eingezogen oder in Bahnsteigkörpern und Betriebsräumen verlegt werden.

Zurzeit sind Bahnstromkabel zwischen Lammstraße und Europaplatz dran, zugleich kümmern sich Elektriker in den Technikräumen der Stationen Kronenplatz und Durlacher Tor um die Telekommunikation. Ebenfalls mit technischem Aufwand verbunden und für die Fahrgäste (sichtbar) essenziell ist der Einbau der Rolltreppen. Wie vor längerer Zeit als Erstling wieder (neben Kronenplatz) am Durlacher Tor werden sie in ganzer Länge vormontiert angeliefert und millimetergenau in die vorbereiteten Aufgänge eingepasst. Für helle Haltestellen sorgen die ersten tausender Betonwerksteine, die an Wänden und Bahnsteigkanten befestigt werden – plus abgerundete Hohlkehlsteine für den Übergang zwischen Boden und Wand. Auch das taktile Leitsystem für Sehbehinderte findet am östlichen Ende des Bahntunnels seinen Platz. Die letzte Rohbau-Betonage ist im U-Halt Ettlinger Tor erfolgt.

Im Zuge des weiter planmäßig voranschreitenden Umbaus der Kriegsstraße (neue Bahntrasse plus Autotunnel) erfuhren die Verkehrsteilnehmer nun Entlastung: Der Wender westlich des Mendelssohnplatzes wurde wieder freigegeben. In einer gemeinsamen Anstrengung aller Akteure konnte die bis Anfang November terminierte Sperrung verkürzt werden, erklärte die KASIG. Dies ebnet den Weg für die Wiederaufnahme des Straßenbahnbetriebs auf der Südachse Rüppurrer und Fritz-Erler-Straße am Samstag, 10. November. Am Wochenende zuvor sollen dazu wie geplant in der Nacht auf Sonntag, 4. November, die Gleishilfsbrücken auf dem Mendelssohnplatz eingebaut werden. Zwischen Lamm- und Ritterstraße entsteht bis November indes der Verkehrsknoten zum dortigen Queren der Kriegsstraße während des Tunnelbaus. -red-/-mab-

 
 

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