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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. November 2018

Fußgänger: „GO Karlsruhe“ am Mühlburger Tor

FAHRBAHN VERENGT: Testlauf an der Haltestelle Mühlburger Tor. Foto: Fränkle

FAHRBAHN VERENGT: Testlauf an der Haltestelle Mühlburger Tor. Foto: Fränkle

 

„GO Karlsruhe“, das Forschungsprojekt der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft schlägt bis Mitte Dezember sein Reallabor an der Haltestelle Mühlburger Tor auf. Bis dahin ist hier auf beiden Seiten der Haltestelle die Fahrbahn über Markierungen und sogenannte Leitschwellen auf jeweils einen Fahrstreifen reduziert.

Hierdurch ist es Fußgängern möglich, auch ohne Ampel über die Straße zu gehen. Zudem sind die Aufstellflächen für Fußgänger verdoppelt. Wer will, kann sich aber auch über eine Bedarfsampel „Grün“ holen. Die Wartezeit für Fußgänger soll sich so reduzieren. Zudem wird sich die Querung aufgrund der Erweiterung des Wartebereichs verbessern.

Das dritte Realexperiment geht auf Anregungen von Nutzern der GO-Karlsruhe-App zurück. Bei einer vorausgehende Untersuchung wurde eine hohe Anzahl von bei Rot über die Ampel laufende Fußgänger festgestellt – mit Spitzenwerten von knapp 50 Prozent. In 95 Prozent der Fälle überquerten die Fußgänger die Straße bei Rot, weil zu diesem Zeitpunkt keine Autos zu sehen waren und aus Sicht des Fußgängers somit keine Gefahr von der Überquerung ausging, so Robert Blaszczyk, akademischer Mitarbeiter an der Hochschule.

Eine weitere sicherheitskritische Situation konnte in den Zeiträumen zu Schulbeginn und -ende beobachtet werden. Zudem reiche die Aufstellfläche vor den Ampeln auf der Seite der Haltestelle für die Anzahl der querenden Fußgänger nicht aus und beim Umschalten auf Grün komme es zu Konflikten mit den entgegenkommenden Fußgängern. Die Auswirkungen des Realexperiments werden über die gesamte Dauer beobachtet und analysiert. -red-/-rie-

 
 

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