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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Februar 2018

Artenschutz: Schub für Zoo-Projekt in Ecuador

VERTRETER DER ARTENSCHUTZSTIFTUNG, KEK und IB bei einem Treffen im Exotenhaus.  Foto: Zoo Karlsruhe/Timo Deible

VERTRETER DER ARTENSCHUTZSTIFTUNG, KEK und IB bei einem Treffen im Exotenhaus. Foto: Zoo Karlsruhe/Timo Deible

AUF DEM GELÄNDE in Ecuador lebt unter 18 Amphibien- und Reptilienarten dieser Anolis. Foto: Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe

AUF DEM GELÄNDE in Ecuador lebt unter 18 Amphibien- und Reptilienarten dieser Anolis. Foto: Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe

 

Gemeinsames Konzept der Artenschutzstiftung mit IB und KEK / Bereits FÖJ-Stellen im Zoo

Die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe hat neue Kooperationspartner gewonnen und könnte damit dem eigenen Ecuador-Projekt einen deutlichen Schub ermöglichen. Künftig sollen junge Menschen im Rahmen eines Internationalen Freiwilligendienstes in dem südamerikanischen Land eingesetzt werden.

Möglich machen soll das eine Partnerschaft zwischen der Artenschutzstiftung und dem Internationalen Bund (IB) sowie der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK). Im vergangenen Juli erwarb die Artenschutzstiftung hierzu ein 24 Hektar großes Gelände in Ecuador. Es besteht aus unberührtem Nebelwald, teilweise auch aus Weideflächen, die unter der Regie der KEK wieder aufgeforstet werden. "Bei der Suche nach weiteren Partnern sind wir auf die Carlo Schmid Schulen gestoßen", erläutert Dr. Clemens Becker, Vorstand der Stiftung und Kurator für Artenschutz beim Zoo Karlsruhe: "Wir wollen mit Schülern pädagogische Projekte verwirklichen und gemeinsame Aktivitäten angehen."

Träger der Carlo Schmid Schulen ist der IB, der bereits vier Stellen für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Zoo Karlsruhe in den Bereichen Zoopädagogik, Verwaltung und in der Tierpflege anbietet. "Daraus entstand der Gedanke, diese Kooperation nicht nur auf die Schule zu beschränken, sondern den IB direkt mit ins Boot zu holen", berichtet Becker. Der erste Schritt war die Spende von jeweils 100 Bäumen durch den IB Baden und den IB Südwest sowie von 22 Bäumen von den Schülern der Carlo Schmid Schule zur Wiederaufforstung. Bereits 2019 könnten erstmals junge Menschen über den IB Baden in Ecuador eingesetzt werden. Angedacht ist, dass dies geschieht, ohne Kosten für die Stiftung zu erzeugen.

Das von der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe erworbene Grundstück liegt in Ecuador am Westhang der Anden im Nebelwaldgebiet und grenzt an eine Straße, die von Los Bancos zur Hauptstadt Quito führt. Von dort zieht sich das Gelände – gelegen auf 1.600 Höhenmetern – in das Waldgebiet hinein. Bei ersten Beobachtungen und Erkundungen konnten bereits mehr als 70 Vogelarten festgestellt und 18 Amphibien- und Reptilienarten nachgewiesen werden. Auch die Insekten- und Spinnenvielfalt ist groß, außerdem sind Tamanduas (Ameisenbären), Zwergeichhörnchen und eine heimische Wildschweinart anzutreffen. Faultiere, Schlankbären, Gürteltiere, weitere Vögel, Reptilien und Amphibien sind aus dem direkten Umland bekannt. -red-

 
 

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