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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Februar 2018

Gemeinderat: Fragen und Antworten

Schwierige Situation
Die Hebammensituation ist in Karlsruhe wie bundesweit schwierig, die Versorgung von Schwangeren und Wöchnerinnen schlechter, erfuhren die Grünen auf Anfrage. Nicht alle Interessierten bekommen einen Platz im Geburtsvorbereitungskurs und bei Wochenbettbetreuungen. Die Klinken bauen ihre Kursangebote aus, was nur einen Teil der Nachfrage abdeckt. Die Stadt bietet im Netzwerk Frühe Prävention Treffpunkte und Beratung, auch durch Hebammen an und finanziert diesen den Willkommensbesuch. Allerdings hat sie keinen Einfluss auf die Bezahlung der Hebammen durch die Krankenkassen, so dass eher noch eine Verschärfung der Situation zu befürchten ist.

Insektenpopulation
Messungen über die Insektenentwicklung gibt es in Karlsruhe nicht, ihr Rückgang zeigt sich überregional, im Land sind schon Falterarten verschwunden. Dem Insektenrückgang entgegen wirken kann die Stadt etwa, indem sie Wiesen, Wegränder und Randzonen seltener mäht, Auflagen für Pachtflächen macht und kontrolliert, die Streuobstwiesenpflege durch Bürger intensiviert, Beleuchtung reduziert, entsprechende Pflanzen in Grünanlagen und auf Friedhöfen setzt, dieses auch Privatleuten vermittelt. Zudem entsteht gerade für den Wald ein Konzept zur Förderung der Vielfalt von Insekten.

Fahrradabstellplätze
Zoobesuchende können ihre Fahrräder auf den mittlerweile massiv erhöhten Abstellplätzen rund um den Hauptbahnhof und in der Straße Am Stadtgarten abstellen, Entspannung wird nach Eröffnung der neuen Fahrradstation im Frühjahr erwartet, antwortete die Verwaltung der SPD. Wegen der vielen Fußgänger seien Fahrradabstellplätze vor dem Haupteingang bei den Arkaden nicht sinnvoll.

Pendler- und Fahrzeugzahlen
Auf die detaillierte Anfrage von Jürgen Wenzel hinsichtlich Pendler- und Fahrzeugzahlen auf den Einfallstraßen erwiderte die Verwaltung unter anderem, dass die verkehrlichen Auswirkungen aller Verkehr generierenden Bauvorhaben bei den Planungs- und Genehmigungsverfahren detailliert untersucht und in Verkehrsuntersuchungen und nachgewiesen werden. Die Verkehrskapazitäten reichen normalerweise aus. Der Autobestand hat sich von 2013 bis 2015 nur um 0,6 Prozent erhöht, der Motorisierungsgrad sank, ebenso der motorisierte Individualverkehr von 44 Prozent (2002) auf 35 (2012). Die Verkehrsentwicklung stagniert. -cal-

 
 

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