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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 9. Februar 2018

Stimmen aus dem Gemeinderat: GfK: Ditib-Moscheebau jetzt? Geht nicht!

Friedemann Kalmbach, GfK-Stadtrat

Friedemann Kalmbach, GfK-Stadtrat

 

Ohne Zweifel stehen wir zur freien Religionsausübung, auch anerkennen wir die soziale Arbeit der Moscheen. Problematisch ist die Haltung des Islam im Bezug zur Politik. Er kennt keine Trennung von Religion und Staat. Hier sehen wir durch die jüngste Entwicklung der Türkei große Probleme auf uns zukommen.

Es ist bekannt, dass das türkische Religionsministerium die Imame der Ditib bezahlt, mit ihrer Parteibrille auswählt und nach Deutschland sendet. Dadurch kann Erdogan seine Politik in deutsche Moscheen tragen. Dies wird deutlich im türkischen Krieg gegen die Kurden und wie der Konflikt in Deutschland zum Problem wird. Früher war die Abhängigkeit der Ditib aufgrund anderer politischer Großwetterlagen unproblematisch, sogar stabilisierend. Heute wäre es fahrlässig, der Ditib eine stärkere Präsenz zu ermöglichen. Wir müssen im Gespräch bleiben, denn es geht um ein gutes Miteinander. Politisch, nicht baurechtlich, kann es momentan nur ein Nein zum überdimensionierten Bau geben.

Friedemann Kalmbach
GfK-Stadtrat

 
 

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