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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. Februar 2018

Vernetzte Welt: Was ist Heimat?

URKUNDEN FÜR ihr ehrenamtliches Engagement übergab BM Dr. Albert Käuflein an die Schülerinnen Julia Schadrack, Vidusa Sureshkumar, Sarah Krum und Marlene Hagel (von links). Foto: Fränkle

URKUNDEN FÜR ihr ehrenamtliches Engagement übergab BM Dr. Albert Käuflein an die Schülerinnen Julia Schadrack, Vidusa Sureshkumar, Sarah Krum und Marlene Hagel (von links). Foto: Fränkle

 

jes-Projekt "Bilder bilden Heimat" ausgezeichnet / Schüler gestalteten Plakatwand

Ein begehbarer Kunstparcours aus 22 zeitgenössischen, plakatwandgroßen Gemälden zierte von Mai bis Juli 2017 den Weg zwischen Blücherstraße und Fliederplatz. Diese Plakatwand-Ausstellung „Rooming In – in der Heimat ist es schön!“ im Rahmen der Heimattage haben auch sechs Schülerinnen und Schüler der Drais-Gemeinschaftsschule mitgestaltet.

Bürgermeister Dr. Albert Käuflein zeichnete sie nun für ihr ehrenamtliches Engagement bei diesem von der Stadt finanzierten jes („jugend engagiert sich“)-Projekt „Bilder bilden Heimat“ aus. „Das Wort Heimat klingt in einer vernetzten und globalisierten Welt vielleicht altmodisch“, sagte Käuflein in seiner Laudatio. Über Heimat und ihre Bedeutung nachzudenken, ihre Verpflichtungen und Freiheiten, mache jedoch aufmerksam für die Probleme der unfreiwillig Heimatlosen und all derjenigen, die zwischen Heimaten hin- und hergerissen seien.

Für die Gestaltung der 2,60 mal 2,40 Meter großen Plakatwand hatten sich Marlene Hagel, Aristides Koka, Sarah Krum, Saphira Pereira Lino, Julia Schadrack und Vidusa Sureshkumar mit Heimat auseinandergesetzt. Gestalterische Unterstützung erhielten sie von zwei Künstlerinnen des Kulturnetzwerks Mühlburg, organisatorische Anleitung von Bürgermentor Eberhard Caspari und seiner Ehefrau Christa sowie von Heike Willamowski von der Drais-Gemeinschaftsschule. Zur Vorbereitung erforschten die Schülerinnen und Schüler zudem die historische Entwicklung der Malerei in Karlsruhe und besuchten die Staatliche Akademie der Bildenden Künste und die Kunsthalle Karlsruhe. Eine besondere Rolle spielte für die Gruppe das kulturelle Engagement der Markgräfin Caroline Luise von Baden. Sie legte im 18. Jahrhundert mit ihrer Gemäldesammlung europäischer Künstler den Grundstein für die große Bedeutung der Malerei in Karlsruhe. Die von den Jugendlichen gestaltete Plakatwand war auch einige Zeit vor dem Kinder- und Jugendtreff Mühlburg aufgestellt.

Solche großdimensionierten Gemälde gehören in Karlsruhe seit drei Jahrzehnten zum Kulturgeschehen. Fördermittel für das jes-Programm vergibt die Stadt an junge Menschen zwischen 12 und 27 Jahren für gemeinnützige, ökologische und kulturelle Projekte. Voraussetzung ist die Begleitung durch einen Bürgermentor. Mehr Infos gibt es online unter www.karlsruhe.de/bme. -bea-

 
 

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