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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. Februar 2018

Gemeinderat: Kita-Vorteil für Geschwisterkinder

Den gleichen Gedanken trugen die Fraktionen von SPD, Grünen und KULT der Stadtverwaltung vor und forderten eine Ausweitung der Geschwisterkindregelung von Kindertageseinrichtungen auf die Kindertagespflege. Diese 2009 in Kraft getretene Regelung ermöglicht es Karlsruher Eltern, sich die Kosten für die Betreuung eines zweiten Kindes in derselben Kita zu 100 Prozent erstatten zu lassen.

Anders ist dies bislang etwa bei einer Betreuung durch Tagesmütter geregelt. Dort müssen Eltern einen Beitrag von 50 Prozent leisten. „Ungerecht und nachteilig für die Entwicklung der Kinder“, finden SPD, Grüne und KULT. Vor allem, weil Kinder oft kurzfristig von der Tagespflege in die Kita wechselten, sobald dort ein Platz frei geworden sei und so Bindungen verloren gingen. Dieser Argumentation schlossen sich auch die anderen Fraktionen und Stadträte an. Laut Verwaltung kostet eine Ausweitung der Regelung rund 325.000 Euro. „Die stehen im Doppelhaushalt 2017/18 nicht zur Verfügung“, so OB Mentrup. Dennoch stimmte das Gremium einhellig für eine Änderung der Richtlinie zu Beginn des Kindergartenjahres 2018. „Wir versuchen das so schnell wie möglich umzusetzen“, sicherte Mentrup zu. Derzeit kostet die Geschwisterkindregelung 3,4 Millionen Euro jährlich. -bea-

 
 

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