Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. Februar 2018

Gemeinderat: Zoo bleibt attraktiv und günstig

EINTRITTSFREI kommen weiterhin U6-Kinder in den Zoo. Gab entgegen anderer Planung (und Regelung bei Partnern Landau, Heidelberg) der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen vor. Foto: Fränkle

EINTRITTSFREI kommen weiterhin U6-Kinder in den Zoo. Gab entgegen anderer Planung (und Regelung bei Partnern Landau, Heidelberg) der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen vor. Foto: Fränkle

 

Klare Zustimmung für leichte Preiserhöhung / Events und neue Angebote kosten

Zahlreiche Tiere wie Erdmännchen, Schneeeulen, Wisente haben ein neues Zuhause. Hinzu kommen Duft- und Tastgarten und vieles mehr, womit Attraktivität und Kosten des Zoologischen Stadtgartens steigen. Zum 1. März wird der Eintritt moderat angehoben, beschloss eine klare Gemeinderatsmehrheit.

Der ohnehin mit städtischen Millionen subventionierte, zugleich beim Publikum gut ankommende Zoo soll so weiter zur Haushaltsstabilisierung beitragen. Mit künftig elf Euro pro Erwachsenen-Einzelkarte bleibt er im untersten Segment (zum Vergleich: Landau 8, Stuttgart 16, Hannover 25). Das werde beibehalten, sagte Bürgermeister Michael Obert. Mit gut einer Million Besucherinnen und Besuchern blieb der Zoo in Deutschlands Top 10.

Wegen des Stadtgeburtstags 2015 und des erst im März 2016 abgeschlossenen Entwicklungskonzepts erfolgte die letzte Preisanhebung zum Juni 2016. Künftig wird wieder der Jahresbeginn angestrebt, was jetzt wegen des neuen Kassensystems nicht ging. Die Basis-Jahreskarte bleibt mit 42 gegenüber 40 Euro erschwinglich – für den Faktor Naherholungsgebiet. Um Mehraufwand für Sonderveranstaltungen wie das Lichterfest besser aufzufangen, sind diese nicht mehr inklusive. Ermäßigte zahlen 9 statt 8, Kinder von 6 bis 15 weiter 5 Euro, Jüngere nichts. OB Dr. Frank Mentrup betonte, eine zweijährige Erhöhung um rund zehn Prozent sei kein Automatismus, der Gemeinderat entscheide stets neu.

Am Dienstag gab es 40 Mal Ja und zwei Nein: Dr. Paul Schmidt (AfD) sah in den bisherigen zehn Euro die Schmerzgrenze. Spontanbesuche Auswärtiger sollten möglich bleiben. Konsolidierung zum Ausgleich anderer Großprojekte vermutete Niko Fostiropoulos (Linke). Den mit 39 Ja grundsätzlich unterstützten Artenschutz-Euro (siehe Kasten) lehnte er wie aus ähnlichen Gründen beide GfK-Stadträte ab. Wer sich den von den Grünen vorgeschlagenen freiwilligen Obolus nicht leisten wolle, werde diffamiert.

„Wir bieten einen Zoo und eine Blütenpracht, die ihresgleichen suchen, pointierte Thomas H. Hock (FDP) und hob wie Michael Haug (KULT) den vergleichsweise niedrigen Eintritt hervor. Nicht trotz, sondern wegen der Haushaltsstabilisierung sei der Zoo erfolgreich, erklärte Jan Döring (CDU). Gisela Fischer (SPD) lobte die Wirkkraft des prominenten Artenschutz-Botschaf-ters Frank Elstner, Renate Rastätter (GRÜNE) Elefanten-Senioren-Residenz und Zoopädagogik. Ihre Fraktion sei froh über das Votum pro Artenschutzbeitrag, hätte ihn aber statt regulärer Erhöhung einführen wollen. Doch mit der nun auf den Weg gebrachten Lösung könnten die Grünen leben. -mab-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe