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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. Februar 2018

Kombilösung: Endspurt bei Rohbau Stadtbahntunnel

VORNE ANKER, HINTEN DICHT: In der Ludwig-Erhard-Allee  werden die Arbeiten an der Spundwandverankerung fortgesetzt. Foto: KASIG

VORNE ANKER, HINTEN DICHT: In der Ludwig-Erhard-Allee werden die Arbeiten an der Spundwandverankerung fortgesetzt. Foto: KASIG

 

Arbeiten in beiden Teilprojekten der Kombilösung gehen voran / In Kriegsstraße steht am Wochenende der Abbruch der Brücke Höhe Lammstraße an

Im Baufeld W 2 in der Kriegsstraße zwischen Ritterstraße und Lammstraße sind Arbeiter derzeit kräftig am Werk, treiben das dortige Teilprojekt der Kombilösung voran. In der zwölf Meter tiefen Baugrube entstehen die ersten Abschnitte der Tunnelsohle, auf dessen Asphaltaufbau einmal der Autoverkehr unter der Kriegsstraße rollt.

„Oben“ errichten beauftragte Firmen Hilfsstützen unter der Brücke auf Höhe der Lammstraße und haben mit ersten Demontagen und Abbrucharbeiten begonnen. Von Samstag, 24. Februar, 21 Uhr, bis Montag, 26. Februar, in den frühen Morgenstunden – zersägen sie dann das auf den Hilfsstützen ruhende Mittelteil des Brückenbauwerk in Einzelteile. Wie die Karlsruher Schieneninfrastruktur Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin der Kombilösung mitteilt, wird die Kriegsstraße in der Abbruchphase zwischen Ritterstraße und Lamm- / Badenwerkstraße in beide Fahrtrichtungen gesperrt: Die Umleitung von Ost nach West erfolgt über Lammstraße, Friedrichsplatz und Ritterstraße zurück zur Kriegsstraße. In umgekehrter Richtung über Ritterstraße, Hermann-Billing-Straße bis zur Ettlinger Straße, von der aus am Ettlinger Tor Autofahrer nach rechts in die Kriegsstraße abbiegen können. Radfahrer und Fußgänger können den neuen Ampel geregelten Überweg auf Höhe der Ritterstraße nutzen.

Ende der Unterführung

Mittlerweile fahren die Autos etwas weiter östlich zwischen Ettlinger Tor und Mendelssohnplatz nun auch von West nach Ost in der Mitte der Kriegsstraße. Die nach Norden verlegten Fahrbahnen ermöglichen den Abbruch des südlichen Teils der früheren Fußgängerunterführung in Höhe der Kreuzstraße.
Im Baufeld O 1 in der Ludwig-Erhard-Allee geht es jetzt nach dem erfolgreich verlaufenen Pumpversuch weiter. Die Baugrube wächst in die Tiefe, Spundwände werden auch in unteren Lagen verankert.

Dass die Bahnsteige in immer mehr Haltestellen betoniert werden, sieht KASIG-Pressesprecher Achim Winkel als „Zeichen für den Endspurt beim Rohbau des Stadtbahntunnels unter der Kaiserstraße mit Abzweig in die Ettlinger Straße“. In den Haltestellen Kongresszentrum und Durlacher Tor sind die jeweils etwa 100 Meter langen Bahnsteige bereits hergestellt. Nun steht ab nächster Woche auch der Bau zunächst der vorderen Kanten der Bahnsteige – der so genannten Schotterbegrenzungswände – in der Haltestelle Lammstraße an. Unter dem Kronenplatz sind diese bereits fertiggestellt. Dort haben die Arbeiter begonnen, in den Bahnsteigkörper hinein die Feuerlöschleitungen und die Kabelpritschen für die Aufnahme der elektrischen Leitungen zum montieren.

Löcher schließen sich

Gleichzeitig schließen sich die Oberflächen in der Fußgängerzone und auf den Plätzen: Am Europaplatz ist für diese Tage die Betonage eines weiteren Teils der Andienöffnung im südwestlichen Bereich angesetzt. Unter dem Europaplatz, in den Haltestellen Lammstraße und Marktplatz werden noch Treppenaufgänge, Verteilerebenen für die Fahrgäste und Brüstungen hergestellt, ebenso Schächte für Aufzüge. Auf dem Marktplatz haben die Arbeiter auf dem Deckel vor dem Eingang zum Rathaus die Betonage des Kanals für die Rauch-Wärme-Abführung auf dem Plan – dann schließt sich auch dieses Loch an der Oberfläche. -red-/-trö-

 
 

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