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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. Februar 2018

Schweinepest: Verbreitung aufhalten

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine ausschließlich bei Schweinen vorkommende gefährliche Seuche, die sich seit einigen Jahren in Osteuropa ausbreitet und in Richtung Deutschland auf dem Vormarsch ist. Eine Übertragung von Tier zu Tier ist besonders durch den Kontakt mit Schweinen, die an der Pest verendet sind, möglich. Die Verbreitungsgeschwindigkeit der Seuche über die Tiere ist allerdings gering.

Ein größeres Problem bei der Verbreitung der Krankheit stellt der Mensch dar. Er kann sich selbst zwar nicht anstecken oder erkranken, aber im Reiseverkehr über verschmutzte Fahrzeuge oder Kleidung und besonders durch arglos in der Natur entsorgte Lebensmittelreste, zu einer Verschleppung des Virus über große Strecken beitragen. Der Erreger bleibt zum Beispiel in Räucherschinken und Rohwürsten, die als Reiseproviant aus Osteuropa mitgebracht werden, über Monate infektiös.

Ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in der heimischen Wild- und insbesondere Hausschweinepopulation hätte dramatische wirtschaftliche Folgen für die heimische Landwirtschaft und den Handel.

Vorbeugemaßnahmen an Park- und Rastplätzen, Bahnhöfen und Grenzübergängen sind deshalb besonders wichtig. Werfen Sie Lebensmittelreste nur in verschlossene Abfallbehälter, besonders wenn Sie sich auf der Rückreise aus Ländern wie dem Baltikum, Polen, der Tschechischen Republik, Rumänien und der Ukraine befinden.

Herr Minister Peter Hauck MdL hat einen breit angelegten 12-Punkte-Plan gegen die Afrikanische Schweinepest vorgelegt, in dessen Kern die Reduzierung der heimischen Schwarzwildbestände und eine Früherkennung der Seuche durch Monitoring Maßnahmen stehen.

Der gesamte Maßnahmenplan und weitere Informationen zur Afrikanischen Schweinepest sind auf der Internetseite des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg zu finden.

Für den Menschen besteht keine Ansteckungsgefahr

 
 

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