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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. März 2018

Kultur: Startschuss im Salon

KULTURKONZEPT: Karen Eßrich, Susanne Asche und Albert Käuflein (v. r.) mit Grötzinger Akteuren beim Startschuss für die Umsetzung. Foto: Fränkle

KULTURKONZEPT: Karen Eßrich, Susanne Asche und Albert Käuflein (v. r.) mit Grötzinger Akteuren beim Startschuss für die Umsetzung. Foto: Fränkle

 

Grötzingen beginnt mit Umsetzung des Kulturkonzepts

Bereits in den vergangenen zwei Jahren hatten in Grötzingen Köpfe geraucht. Kunstschaffende, im Kulturbetrieb Aktive, Vereine sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger hatten sich Gedanken gemacht über die Entwicklung der Kultur im ehemaligen badischen Malerdorf.

Sie entwickelten fünf Handlungsfelder, gossen Ideen in ein Konzept. Dabei herausgekommen ist ein opulentes Werk als Richtschnur für künftiges Handeln. Das 116 Seiten starke „Stadtteilkulturkonzept 2035“ stellten die Akteure am Dienstag in der Gaststätte „Grezzo“ des Begegnungszentrums vor – und beließen es dabei nicht beim Feiern. Im dort eingerichteten Kultursalon gab Bürgermeister Dr. Albert Käuflein den Startschuss für die Umsetzung „des bundesweit ersten Kulturkonzepts eines Stadtteils“. Der Kulturdezernent dankte allen Grötzingern, die zum Entstehen des Konzepts beitrugen und forderte sie auf, „jetzt Bewegung“ in die Handlungsfelder zu bringen.

Der Grötzinger Entwurf nehme wesentliche Elemente des Karlsruher Kulturkonzepts auf, sah Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche neben lokal bedingten Unterschiedlichkeiten auch zahlreiche Parallelen, etwa „das Betonen der gemeinschaftsstiftenden Funktion von Kunst und Kultur“. Und Ortsvorsteherin Karen Eßrich ließ Teile des Erarbeiteten Revue passieren, erinnerte an Ideen und Wünsche zur besseren Positionierung des „historischen Erbes als Malerkolonie“ oder an im Prozess entstandene Aktivitäten, um Kulturlandschaft und Brauchtum zu bewahren.

Danach folgten erste Schritte der Umsetzung, die Besucher nahmen Käufleins Appell, „die Dinge mit Leben zu erfüllen“ ernst, beschäftigen sich im Format des Barcamps in lockeren Runden mit von den Teilnehmern aufgeworfenen Fragen. An einem Thementisch standen Möglichkeiten einer Galerie für Grötzinger Künstler im Vordergrund, ein weiterer beschäftigte sich mit gemeinsamer Musik mit jugendlichen Flüchtlingen, ein dritter mit einem Saal für Konzerte. -trö-

 
 

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