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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. Januar 2019

Ettlinger Tor: Skulptur strahlt

Majestätisch und erhaben erscheint die erleuchtete Ettlinger-Tor-Skulptur besonders bei Nebel. An der Südtangente markiert sie für viele Menschen einen modernen Stadteingang. Foto: Fränkle

Majestätisch und erhaben erscheint die erleuchtete Ettlinger-Tor-Skulptur besonders bei Nebel. An der Südtangente markiert sie für viele Menschen einen modernen Stadteingang. Foto: Fränkle

 

Wer nachts auf der Südtangente das „Schwarzwaldkreuz“ passiert, bekommt seit Ende letzten Jahres ein besonders eindrucksvolles Erlebnis geboten. Seitdem beleuchten 16 in den Boden eingelassene Strahler das „Ettlinger Tor“, die große blaue Stahlskulptur des Künstlers Andreas Helmling.

13 Jahre lang stand diese mitten auf der Kreuzung von Kriegsstraße, Ettlinger Straße und Karl-Friedrich-Straße, bevor sie 2011, aufgrund der baulichen Änderungen durch die Kombilösung, dauerhaft an den jetzigen Standort umzog. Sie erinnert zunächst an das historische Stadttor, dass 1803 unter Friedrich Weinbrenner erbaut und knapp 70 Jahre später wieder abgerissen wurde.

Doch spiegelt sich in ihr auch der historische Bruch der Badischen Revolution von 1848 wider. Die Skulptur ist zweigeteilt, die westliche Hälfte umgestürzt, dient als Symbol für die Umwälzungen dieser Zeit. Die blaue Farbe hingegen steht für Europa, für Gegenwart und Zukunft. Verbunden wird alles durch Licht.

Bei der offiziellen Illumination brachte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup dann auch zum Ausdruck, dass mit der Beleuchtung die Erscheinung des Kunstwerks wiederhergestellt worden sei, obwohl die eigentlich vorgesehenen „Sky-Beamer“ aus Artenschutzgründen nicht mehr zum Einsatz kämen. Zudem habe das Tor an neuer Position unbeabsichtigt seine „Funktion als Kennzeichnung des Stadteingangs zurückgewonnen“, da es von vielen Karlsruherinnen und Karlsruhern bereits so wahrgenommen werde. -gem-

 
 

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