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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. Januar 2019

Heinrich Hertz: Ohne ihn keine Medien

Heinrich Hertz  Foto: StA

Heinrich Hertz Foto: StA

 

Heinrich Hertz starb am 1. Januar vor 125 Jahren

Die nach Heinrich Hertz benannte Einheit der Frequenz setzt dem Entdecker und Mathematiker der elektromagnetischen Wellen ein fortwährendes Denkmal. Sein Nachweis und die Berechnung der elektromagnetischen Wellen fielen in seine Karlsruher Zeit.

Daran erinnert das 1925 enthüllte Heinrich-Hertz-Denkmal im Ehrenhof des heutigen KIT, an der Außenwand des ehemaligen Physikalischen Instituts, wo er seine Versuche durchführte. Hertz stammt aus einer großbürgerlichen Hamburger Familie mit jüdischen Wurzeln. Doch bereits der Großvater war protestantisch konvertiert und Heinrich Hertz, 1857 geboren, hatte keinerlei Berührung mehr zum Judentum. Von seiner Herkunft her wäre ihm ein anderer Weg offen gestanden, doch Hertz‘ außergewöhnliche naturwissenschaftlich-mathematische Befähigung ließen ihn die Wissenschaft wählen.

Seine genialen Fähigkeiten hatte er bereits als Student bei der Lösung der Helmholtzschen Preisaufgabe zur Masse von Elektrizität in Leitern unter Beweis gestellt. Er plante vorausschauend eine universitäre Karriere. Nach Studium in Dresden, München und Berlin und einer Assistenz bei Helmholtz, nahm er eine Privatdozentenstelle an der Technischen Hochschule Kiel ein. Er schlug 1885 die Chance, dort Ordinarius zu werden, zugunsten einer Professur an der TH Karlsruhe aus. Hier sah er die Möglichkeit zu seinen ersehnten Versuchen an dem vorhandenen gut ausgestatteten elektrotechnischen Laboratorium.

Der Hochbegabte, unterstützt von seiner gleichfalls physikalisch interessierten Ehefrau und Redakteurin seiner Publikationen, war ganz der Wissenschaft verschrieben. Die Umsetzung und ökonomischen Vorteile besorgten andere, Firmen wie General Electric oder Siemens. 1889 verließ er Karlsruhe für einen neuen Karriereabschnitt an der Bonner Universität. Dort starb er nach längerem Leiden mangels noch nicht entdeckter Antibiotika im Alter von 36 Jahren am 1. Januar 1894 an einer Sepsis. -Jsk-

 
 

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