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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. Februar 2019

Kultur: Spiel mit Erwartungen

EINE VERSUCHSANORDNUNG zeigt Andreas Arndt. Foto: Fränkle

EINE VERSUCHSANORDNUNG zeigt Andreas Arndt. Foto: Fränkle

 

Ausstellung „Hand in Hand“ in Städtischer Galerie

Den Einfluss des Haptischen, des tastenden, wahrnehmenden Begreifen auf die menschliche Intelligenz und die Kunst erforscht Andreas Arndt mit seiner Ausstellung „Hand in Hand“. Zu sehen ist die im Rahmen des Kunstpreises der Werner-Stober-Stiftung realisierte Schau in der Städtischen Galerie bis 5. Mai.

Für sie entwickelte der 1983 in Schweden geborene Künstler, der an der Kunstakademie studierte und dort gerade eine Vertretungsprofessur hat, inspiriert durch den Neurologen Prof. Dr. Olaf Blanke, Versuchsanordnungen und ein experimentelles Symposium. Von letzterem wird eine Video-Dokumentation präsentiert. Dazu kommen Zeichnungen und drei unterschiedliche Apparaturen, die eine selbstbestimmte und zugleich medial vermittelte Berührung des eigenen Rückens ermöglichen.

Das Symposium fand als experimentelles Gespräch an einem Tisch auf einer Drehbühne statt, einige Teilnehmende wurden durch Puppen vertreten. In der Mitte rotierte eine Kamera.  Arndt spielt hier mit Erwartungen. Statt eines wissenschaftlichen Verfahrens mit nachprüfbaren Ergebnissen schafft er reale Situationen, die jedoch ins Irreale kippen. So kann ein gedanklicher Raum entstehen, in dem Kunst stattfindet  und auch die Frage interessiert, welche Wirkung digitale Medien auf die Verbindung von Hand und Gehirn haben. -red/cal- 

 
 

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