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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. Februar 2019

Sporthallenbau: Zwei unter einem Dach

VOR DEM MODELL der Sporthalle in Oberreut: Baubürgermeister Daniel Fluhrer, Amtsleiterin Anne Sick, Architekt Prof. Thomas Zimmermann und Preisgerichtsvorsitzender Prof. Gerd Gassmann (v.l.)  Foto Fränkle

VOR DEM MODELL der Sporthalle in Oberreut: Baubürgermeister Daniel Fluhrer, Amtsleiterin Anne Sick, Architekt Prof. Thomas Zimmermann und Preisgerichtsvorsitzender Prof. Gerd Gassmann (v.l.) Foto Fränkle

DIE ALTE SPORTHALLE (rechts) macht Platz für den Neubau, der parallel zum Joachim Kurzaj-Weg errichtet werden soll. Foto Fränkle

DIE ALTE SPORTHALLE (rechts) macht Platz für den Neubau, der parallel zum Joachim Kurzaj-Weg errichtet werden soll. Foto Fränkle

 

Sporthallenbau im Schulzentrum Südwest in Oberreut / Planungswettbewerb abgeschlossen / Entwürfe ausgestellt

Ein überraschendes Ergebnis brachte der Planungswettbewerb für den Neubau von Sporthallenflächen im Schulzentrum Südwest in Oberreut. Mit seinem Konzept von einem Gebäude mit zwei hintereinanderliegenden Dreifeldhallen ging der Entwurf der „raum-z GmbH Architekten“ und dem osd Management Gmbh aus Frankfurt als Sieger hervor.

Als der Gemeinderat im Mai letzten Jahres grünes Licht für den Planungswettbewerb gab, ging man davon aus, dass anstelle der schadstoffbelasteten und nicht mehr nutzbaren Halle zwei dreiteilige Hallen errichtet werden. „Nachdem die Ende der 70er Jahre gebaute Halle nicht nur Schadstoffbelastet war, sondern auch im Tragwerk Mängel aufwies“ waren die Weichen schon früh in Richtung Neubau gestellt, wie Anne Sick die Leiterin des Amts für Hochbau und Gebäudewirtschaft erläuterte.

Zudem biete der Standort die Möglichkeit „einer zusätzlichen Halle mit beweglicher Zuschauertribüne für Schul- und Sportveranstaltungen, die als Ersatzhalle zur Verfügung stehe, wenn andere Hallen zu sanieren sind. „Wir haben viele Möglichkeiten geprüft, bis wir zu einem Gebäude mit einer nahezu 100 Meter langen Wand, gekommen sind“, stellte Architekt Thomas Zimmermann den Siegerentwurf vor, der sich in der Höhe „unter die Wipfel der Bäume duckt“. Wünschenswert sei es, wenn die Öffnungen zum Wald hin auch im Freien für die Schüler noch nutzbar gemacht werden könnten.

“Die Anordnung der beiden Hallen in einer Flucht ermöglicht eine Nutzung in optimaler Weise“, lobte die Jury „den städtebaulich klaren Entwurf, der sowohl bezogen auf seine Funktionalität als auch seiner ästhetischen Wirkung“ mit einem Tragwerk aus Holz und einer umlaufenden geschosshohen Glasfassade gut gelungen sei. „Herausgekommen ist ein sehr gutes Ergebnis mit besonderer Leuchtkraft, von dem auch alle in der Jury vertretenen Benutzergruppen überzeugt waren“, zeigte sich Baubürgermeister Daniel Fluhrer mit dem Ergebnis sehr zufrieden „Das Projekt dürfte komplikationslos weiter ins Verfahren gehen“, hatte der Juryvorsitzende Prof. Gerhard Gassmann „ein gutes Gefühl“.

Als nächstes stehen nun Verhandlungen mit dem Siegerentwurf und den beiden Nächstplatzierten, den Berliner „Alten Architekten“ und „Kränzele + Fischer- Wasels“ aus Karlsruhe an erklärte Sick. Mittel für die Realisierung sollen für den Doppelhaushalt. 2021/2022 beantragt werden. Bei seiner Entscheidung im letzten Jahr war der Gemeinderat von einem zwischen 20 und 24 Millionen Euro liegenden Kostenrahmen ausgegangen.

Ausstellung

Alle eingegangen 17 Wettbewerbsarbeiten können noch bis einschließlich Sonntag, 17. Februar, auf dem Schlachthofareal, Alter Schlachthof 11, täglich von 13 bis 19 Uhr besichtigt werden. -fis-

 
 

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