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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. Februar 2019

Gartenstadt: Gutes für die Stadtgesellschaft

BESONDERE EHRERBIETUNG: Wegen des sozialen Charakters des Rüppurrer Bauprojekts war neben vielen Stadträten und Bürgermeister Fluhrer Amtskollege Lenz Gast beim Richtfest. Foto: Fränkle

BESONDERE EHRERBIETUNG: Wegen des sozialen Charakters des Rüppurrer Bauprojekts war neben vielen Stadträten und Bürgermeister Fluhrer Amtskollege Lenz Gast beim Richtfest. Foto: Fränkle

 

In Rüppurr entstehen städtisch geförderte Sozialwohnungen bis wohl Frühjahr 2020

Dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum wirkt ein Neubauprojekt in Rüppurr entgegen, das vorige Woche Richtfest im Krokusweg feierte. Dort und im Dahlienweg entstehen in drei Gebäuden insgesamt 38 Sozialwohnungen, die im Frühjahr 2020 bezugsfertig sein sollen.

„Mit Eifer und mit viel Bedacht ward unser stolzes Werk erbracht“, hob ein Bauarbeiter das Zusammenwirken von Planenden und Umsetzenden beim Richtspruch hervor. Kein Zimmermann, die mehrgeschossigen, im Gros barrierefreien Bauten haben ein Beton-Flachdach.

Realisiert durch die Genossenschaft Gartenstadt Karlsruhe, gefördert durch das Land und mit 520000 Euro die Stadt Karlsruhe, fußt das Vorhaben auf einem Ende 2017 gefassten Satzungsbeschluss des Gemeinderats. Der durch zahlreiche Mitglieder vor Ort vertreten war. Mit Baudezernent Daniel Fluhrer und Sozialdezernent Martin Lenz wohnten dem symbolischen Etappenerfolg gleich zwei Bürgermeister bei. „Ich kann wohl in unser beider Namen betonen“, hob Fluhrer hervor: „Sie tun hier etwas Gutes für die Stadtgesellschaft.“

Architekt Bernd Bistritz präsentierte ein mit Herausforderungen etwa durch Denkmalschutz, Grundwasser, Statik „anspruchsvolles“ Projekt mit 500 Tonnen verbautem Stahl und zwei Tiefgaragen für 56 Stellplätze. Nicht zuletzt dankte er der niedrigere Höhen und andere Aussichten gewöhnten Nachbarschaft – Schwierigkeiten seien am Ende „ganz gut lösbar“ gewesen. Nach ersten Skizzen 2014 und dem Bebauungsplan im Folgejahr sei auch zu konstatieren, „dass wir länger planen als bauen“.

Bürgermeister Fluhrer räumte ein: „Leider sind Genehmigungsprozesse länger als es uns selbst lieb ist.“ Dann wünschte er „für den weiteren Bauverlauf alles Gute“. Die Förderung setzt voraus, dass die Mieten 15 Jahre lang bei maximal zwei Dritteln der ortsüblichen Beträge liegen. Um der breiten Nachfrage zu entsprechen, sollen zwölf Wohnungen an Mieter ohne Sozialansprüche vergeben, dafür genauso viele Sozialwohnungen im Hainbuchenweg ausgewiesen werden. Gartenstadt-Vorstandsvorsitzender Ralf Neudeck baut darauf, dass ältere Mitmenschen in ihrem Viertel bleiben können und zugleich Häuser für Familien frei werden. -mab-

 
 

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