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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. Februar 2019

Rheinbrückensanierung: Schleichverkehr deutlich reduziert

FÜR DEN AUTOVERKEHR sind auch bisher widerrechtlich befahrene Schleichwege in Knielingen, wie hier der Weg neben der Rheinbrückenstraße in Richtung Rheinbrücke Maxau nicht mehr nutzbar. Foto Fränkle

FÜR DEN AUTOVERKEHR sind auch bisher widerrechtlich befahrene Schleichwege in Knielingen, wie hier der Weg neben der Rheinbrückenstraße in Richtung Rheinbrücke Maxau nicht mehr nutzbar. Foto Fränkle

 

Erste Bilanz zum Aktionsplan in Knielingen / Nach Eingewöhnungsphase werden jetzt Bußgelder verhängt / Weitere Anpassungen

Die Straßensperren, Einbahnregelungen und Baumbarrieren in Knielingen, die seit Ende Januar das Abfließen des Berufsverkehrs von den Hauptrouten verhindern sollen, zeigen Wirkung. „Der Schleichverkehr ist deutlich reduziert“, zog Dr. Björn Weiße, der Leiter des Ordnungs- und Bürgeramtes am Mittwoch bei einem Ortstermin in der Wikingerstraße eine erste Bilanz.

„Das Ganze wurde nicht vom Schreibtisch weg angeordnet, sondern die Ortskenntnis mit einbezogen“, sieht Weiße als Hauptgrund des Erfolges. So habe das Ordnungsamt gemeinsam mit dem Bürgerverein Knielingen und der IG Free Knielingen die umgesetzten zwölf Maßnahmen erarbeitet, die am 24. Januar öffentlich vorgestellt und diskutiert werden konnten. Danach folgten noch viele Einzelgespräche mit Landwirten und anderen Betroffen sowie Feedbackrunden.

Anfangs habe man stellenweise auch noch nachbessern müssen, weil Barrieren von Uneinsichtigen verschoben, Hindernisse beseitigt und Schlösser an Schranken geknackt wurden. Ebenso wurden noch einige Anregungen aus der Bevölkerung aufgenommen und umgesetzt. Mittlerweile sei die Wirkung deutlich sichtbar und auch die anfänglich große Flut eingehender Beschwerden weitgehend abgeebbt.

Nachdem die Polizei bei einer ersten Kontrolle noch 900 Verstöße festhielt, seien es zuletzt 120 Verstöße gewesen, erklärte Weiße nun die Eingewöhnungsphase für beendet. Ab jetzt werden bei den Kontrollen, die regelmäßig fortgeführt werden, nicht nur Ermahnungen ausgesprochen, sondern Bußgeld verhängt.
„Vorher war zum Teil Land unter in Knielingen, jetzt klagen höchstens noch einige Anwohner, dass sie selbst nicht mehr so flott nach Hause kommen“, bewertet Ursula Hellmann vom Bürgerverein Knielingen die Maßnahmen rundum positiv.

„Eine enorme Besserung“, bestätigt ebenso Claudia Wolf von der IG Free Knielingen: „Wir sind auf jeden Fall froh, dass wir aktiv geworden sind und so viel bürgerliche Beteiligung zustande gekommen ist“, hat sie auch „ein dickes Lob an die Verwaltung“ für die hervorragende Zusammenarbeit parat. „Es ist auch nichts in Stein gemeißelt“, will Weiße den eingeschlagenen Weg der Kooperation fortführen. So sollen etwa aktuell einige Sperrflächen noch sichtbarer, Barrieren verschoben, sowie ein Schleichweg „Am Kirchtal“ dichtgemacht werden.

Das Nachjustieren sei immer noch möglich und Anregungen willkommen, nicht zuletzt auch um die Einschränkungen für die Anwohner in Knielingen gering zu halten. Zudem müsse man die Baustellensituation an der Rheinbrücke immer weiter im Blick behalten, um adäquat darauf reagieren zu können. Auf Nachfrage erklärte Weiße, dass die jetzt ergriffenen Maßnahmen als temporär für die Dauer der Rheinbrückensanierung angeordnet wurden. Nach Abschluss der Bauarbeiten sei das Für und Wider abzuwägen, bevor Entscheidungen über ganze oder teilweise Rücknahmen getroffen würden. -fis-

 
 

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