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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. Februar 2019

Sportgespräch: Das Zauberwort heißt „Danke“

Vereinssport im Blick des 19. Sportgesprächs / Zentrenbildung besonderes Gut

Gemeinsam mit anderen Sportbegeisterten im Verein dem Ball hinterher jagen, turnen oder Runden drehen, hat auch in Karlsruhe hohen Stellenwert. Und findet gewaltigen Zuspruch bei allen Generationen: Die 219 Sportvereine der Fächerstadt zählen insgesamt 96.000 Mitglieder, 26.000 davon sind Kinder und Jugendliche.

Darüber hinaus weist Karlsruhe in der bundesdeutschen Sportlandschaft zwei Besonderheiten auf, „um die uns andere Städte beneiden“, betonte Bürgermeister Martin Lenz am Dienstagabend in der Volksbank-Zentrale beim 19. Karlsruher Sportgespräch.

Der Sportdezernent und Vorsitzende des Kuratoriums zur Förderung des Karlsruher Sports meinte damit zum einen das Prinzip der besitzenden Vereine, die ihre eigenen Anlagen mit Förderung durch die Stadt betreiben, vor allem aber „das besondere Gut“ der Sportzentren, in denen mehrere Vereine gemeinsam auftreten.

Neben dem „lange bewährten“ Sportpark in der Waldstadt sowie den gebauten oder geplanten Zentren in Knielingen, Rüppurr, Daxlanden oder Durlach nannte Lenz dabei auch die Idee für eine solche Plattform, die in der Nordweststadt mit Unterstützung von Siemens für das Areal an der Hertzstraße existiert.

Neben der Förderung durch städtische Mittel sind die Vereine auf Unterstützung durch die Wirtschaft angewiesen. Und finden in regionalen Banken offene Ansprechpartner. Sparkasse, PSD-Bank oder BBBank sei wie seinem Institut „das regionale Engagement ein wichtiges Anliegen“, unterstrich Volksbank-Pressesprecher Thomas Nusche. Als Beispiel der Hilfe für Vereine führte er das digitale Crowdfunding-Projekt der Voba „Gemeinsam für unsere Stadt“ an.

Denkanstöße und Ideen zur Weiterentwicklung des Vereinssports lieferte Diego Ronconi unter dem Titel „Im Gleichgewicht bleiben“. Antrieb für Leistung müsse „immer die Freude“ sein, nannte der langjährige Profitrainer, Sportdirektor des SSC Karlsruhe Volleyball und Unternehmensentwickler in seinem Vortrag als eine wesentliche Voraussetzungen nachhaltigen Handelns. Neben der körperlichen Ertüchtigung leiste der Vereinssport durch seine Wertevermittlung, sowie der Entwicklung von Teamfähigkeit und Leistungsgedanken einen wichtigen Beitrag zur sozialen Integration. Das freiwillige Engagement liefere das Fundament. An Wertschätzung fehle es hingegen. Doch die sei einfach. Ronconi: „Das Zauberwort heißt Danke“.- trö-

 
 

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