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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. März 2019

Besuch in Korea: Kultur als Basis

Bürgermeister Dr. Albert Käuflein überreicht Kollege Dae Kwon Kim (l.) eine Majolika-Fliese mit Schlossmotiv. Foto: Suseong District, Daegu

Bürgermeister Dr. Albert Käuflein überreicht Kollege Dae Kwon Kim (l.) eine Majolika-Fliese mit Schlossmotiv. Foto: Suseong District, Daegu

 

Kontakte für neue Vorhaben bei Besuch in Korea geknüpft

„Die Einladung unseres Badischen Staatsballetts nach Südkorea erfüllt mich mit Stolz und Dankbarkeit“, freut sich Bürgermeister Dr. Albert Käuflein. Zur Aufführung von Carmina Burana von Carl Orff im Artpia Kunstzentrum reiste er mit nach Daegu. Seit 2006 gastierte das Theater immer wieder mit Opern- und Ballettproduktionen in der mit 2,5 Millionen Einwohnern viertgrößten Stadt Südkoreas.

Umgekehrt waren seit 2011 regelmäßig koreanische Sängerinnen und Sänger sowie ein Chor beim Badischen Staatstheater. Käuflein folgte einer Einladung von Dae Kwon Kim, Bürgermeister von Suseong, einem Bezirk im Südosten von Daegu, in dem 440.000 Menschen leben. Hier gibt es viele Kultur- und Bildungseinrichtungen. Kim kennt Karlsruhe und hat großes Interesse an gemeinsamen Projekten. Zwei Tage führte Käuflein viele Gespräche mit Vertretern aus Kultur, Politik, Wirtschaft, Schule und Hochschule. Sein Fazit: Die Herausforderungen, vor den die Menschen in Daegu stehen, sind denen in Karlsruhe ganz ähnlich. Daher seien viele Projekte denkbar, von denen beide profitieren.

Politik müsse Kontakte herstellen und gemeinsame Vorhaben ermöglichen. Neben den offiziellen Gesprächen gab es auch eine traditionelle Teezeremonie in klassischen Gewändern. Die beiden Bürgermeister tranken als Gelehrte gekleidet auf dem Boden sitzend Tee und sprachen über Gemeinsamkeiten. Daegu will die „Smartest City“ von Südkorea werden, also eine Stadt, die technisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich mit Innovationen an der Spitze steht. „Vieles, was man mir in Daegu zum Thema ‚Smart City‘ vorstellte, erinnerte mich an Karlsruhe“, so Käuflein. Beide Städte haben etwa eine Teststrecke für autonomes Fahren.

Käuflein lud Kim zu einem Gegenbesuch ein. Neben Wissenschaft und Technik denkt Kim bei gemeinsamen Projekten an das Handwerk: Koreanische Bäcker könnten auf einer Fortbildung in Karlsruhe lernen, wie man deutsches Brot backt. Brauer könnten sich aneignen, wie Bier nach dem Deutschen Reinheitsgebot hergestellt wird. Beides hat Kim von seinem Aufenthalt in Karlsruhe in guter Erinnerung. Käufleins Besuch in Südkorea zeigt, dass auf Basis der Kultur weitere Kontakte entstehen können. -red-

 
 

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