Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. März 2019

Gemeinderat: Südtribüne ohne Dach

Ausnahmeantrag bei DFL für 2. Bundesliga

Mit einer Mehrheit aus CDU, SPD und FDP (27 Ja-/17 Nein-Stimmen) entschied der Gemeinderat, nur ein Dach für die provisorische Nordtribüne im Wildparkstadion für rund 785.800 Euro anzumieten. Nach eingehender Diskussion mit zwei Sitzungsunterbrechungen wurde einstimmig abgelehnt, für 1,37 Millionen beide provisorischen Tribünen mit Dächern auszustatten.

Im Lizenzverfahren für die 2. Bundesliga muss der KSC nun eine Ausnahmegenehmigung von den Bestimmungen der Deutschen Fußball Liga (DFL) beantragen, die eine Überdachung aller Zuschauerplätze verlangen. „Es ist keine neue Situation eingetreten“, wies OB Mentrup auf die Grundvereinbarung hin, dass dem KSC ein lizenziertes Stadion zusichert.

Mit einem Dach auf der Nordtribüne komme man den DFL-Bestimmungen aber schon nahe. Es sei aber wirtschaftlich unsinnig, 660.000 Euro für das Dach über der Südtribüne auszugeben, das nur elf Monate notwendig ist. Dagegen werde die provisorische Nordtribüne voraussichtlich zwei Jahre genutzt. „Wir wollen nicht den Eindruck entstehen lassen, dass die Stadt den KSC hängen lässt“, schlug Detlef Hofmann (CDU) vor, eine Bestellung mit Rückgabeoption für den Fall prüfen zu lassen, dass die DFL keine Ausnahmegenehmigung erteile.

Dieser Vorschlag fand allerdings keine Mehrheit (15 Ja-/28 Nein-Stimmen). „Wir müssen nicht über jedes Stöckchen springen, das der KSC hinhält“, hatte sich Raphael Fechler (SPD) klar für den Verzicht auf das Süd-Dach ausgesprochen. Der KSC verhält sich „wie ein Buddha, der die Steuergelder auf sich regnen lässt“ kritisierte Luppo Cramer, der Fraktionsvorsitzende der KULT, dass sich der Verein „untätig zurücklehnt“. „Warum sollte er etwas tun, wenn ihm die Stadt alle Wünsche erfüllt“ beklagte Ekkehard Hodapp (GRÜNE), dass weiter an der Kostenschraube gedreht werde. -fis-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe