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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. März 2019

Jahresbauprogramm: Gute Koordination ist alles

DERZEIT noch ein großes Bauloch, soll der Mendelssohnplatz ab November als erster Abschnitt des Kriegsstraßenumbaus mit einer fertiggestellten Oberfläche daherkommen. Foto: Fränkle

DERZEIT noch ein großes Bauloch, soll der Mendelssohnplatz ab November als erster Abschnitt des Kriegsstraßenumbaus mit einer fertiggestellten Oberfläche daherkommen. Foto: Fränkle

 

Stadt Karlsruhe stellt ihr Jahresbauprogramm für 2019 vor / 354 Baustellen sind relevant für Verkehr / Rheinbrücke und IKEA halten in Atem

„Wir stecken mitten im Stadtumbauprozess“, betonte Baubürgermeister Daniel Fluhrer bei der Vorstellung des städtischen Jahresbauprogramms für 2019. Unter rund 500 Baumaßnahmen finden sich in diesem Jahr Schwerpunkte rund um die Rheinbrücke, IKEA, dem Kriegsstraßenumbau mit Ludwig-Erhard-Allee und Mendelssohnplatz sowie Maßnahmen auf der A8. Verkehrlich relevant sind insgesamt 354 Bauvorhaben – deutlich mehr als 2018.

„Dies ist immer eine große Herausforderung für die Stadt, beteiligte Unternehmen, Wirtschaft und Bürgerschaft“, warb Fluhrer für Verständnis. Gerade die Rheinbrücke bringe massive Auswirkungen für alle Verkehrsteilnehmer mit sich, bestätigte auch Tiefbauamtsleiter Martin Kissel. Hier versuche man etwa mit neu eingerichteten Park & Ride Angeboten dem Stau gegenzusteuern. „Eine Steigerungsrate von 30 bis 40 Prozent in der Nutzung von Bus und Bahn konnten die Verkehrsbetriebe schon nachweisen“, so Kissel.

„Grundsätzlich versuchen wir, wann immer möglich, kritische Baumaßnahmen in die verkehrsärmeren Schulferien zu legen“, erläuterte Jürgen Lohmeyer, Baustellenkoordinator im Tiefbauamt. Etwa Arbeiten am Schutz- und Leitsystem auf der L605 Richtung Ettlingen. Ebenso gehöre es dazu, geplante Projekte zu streichen oder an einen günstigeren Zeitpunkt zu schieben. Hierunter fällt zum Beispiel eine Autobahnbrückensanierung zwischen den Anschlussstellen Mitte und Durlach. „Irgendwann ist es sonst einfach zu viel.“

Stark beschäftigen wird die Karlsruher von Mai bis Oktober eine Baustelle auf der A8, die Stadt kümmert sich in Stupferich um Fußgängerüberwege und im Bereich Karlsbader Straße/Kleinsteinbacher Straße und Thomashofstraße um eine technische Sicherung. „Wir empfehlen grundsätzlich, bei Stau auf der Autobahn zu bleiben und sich durch die Baustellen leiten zu lassen“, betonte Lohmeyer. Dies sei immer die bevorzugte Variante, zumal die Ausweichstrecken über die Höhenstadtteile nicht leistungsfähig seien.

Durlacher Allee und Karlstor im Blick

Als großes Bauprojekt bringt auch der IKEA-Standort an der Durlacher Allee weiterhin Einschränkungen für den Verkehr mit sich: Ab 4. März steht der Umbau der Verkehrsinseln an der Durlacher Allee im Einmündungsbereich zum Weinweg an. Für die Verlegung von Fernwärme- und Trinkwasserleitungen wird zudem vom 4. bis 16. März der Weinweg zwischen Durlacher Allee und Gerwigstraße auf einen Fahrstreifen reduziert. „Hier gibt ein Baufeld dem nächsten die Klinke in die Hand“, so Lohmeyer.

Für den Umbau der Kriegsstraße wird das Karlstor ab April komplett in das Baufeld integriert sein, was eine einstreifige Verkehrsführung an der Einmündung in die Karlstraße mit sich bringt. Linksabbiegen von der Karlstraße in die Kriegsstraße wird dann nicht mehr möglich sein. Ebenfalls ab etwa 8. April steht dafür der Verkehrsknotenpunkt Ritterstraße – bisher nur teilweise in Betrieb – voll zur Verfügung.

Schließlich erhält auch der Mendelssohnplatz sein neues Gesicht. „Er wird der erste Abschnitt des Kriegsstraßenumbaus sein, der über eine fertiggestellte Oberfläche einschließlich Gleisanlage verfügt“, betonte der Baustellenkoordinator. Derzeit noch ein großes Bauloch, werden im Herbst die neuen Gleise eingebaut. Ab November soll der Mendelssohnplatz wieder nahezu vollumfänglich zur Verfügung stehen.

Erfreulich sei auch, fügte Martin Kissel an, dass die Arbeiten für die Wasserwerkbrücke im Zeitplan lägen und die Stadt sich weiterhin intensiv um Umfahrungen für Radler und Fußverkehr bei Baustellen kümmere. Bis Sommer soll zudem die Radroute 15 zwischen Adenauerring und Wendeschleife Hirtenweg fertiggestellt sein.

Bürgermeister Fluhrer wies abschließend darauf hin, dass die Stadtverwaltung und auch das Bürgermeisteramt direkt viele Beschwerden aus der Bevölkerung erreichten, die man auch ernst nehme. „Um schnell antworten zu können, übergeben wir dies an das die zuständigen Fachdienststellen„, erklärte er. Detailinfos zu allen Baustellen mit einer Vorschau von zwölf Monaten bietet die Stadt unter mobilitaet.trk.de sowie über die App KA-Mobil mit Verkehrsdaten in Echtzeit. -bea-

 
 

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