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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. März 2019

Kombilösung: Gleisstrang auf Ost-Ast wächst

UNTEN DURCH: Die Gleisbauer sind unter der Kaiserstraße mit beiden Gleissträngen vom Gleisdreieck Marktplatz aus an der Rampe Durlacher Allee angekommen. Foto: KASIG

UNTEN DURCH: Die Gleisbauer sind unter der Kaiserstraße mit beiden Gleissträngen vom Gleisdreieck Marktplatz aus an der Rampe Durlacher Allee angekommen. Foto: KASIG

 

Schienenbau im Bahntunnel unter Kaiserstraße in Richtung Rampe Durlacher Allee

Beim Innenausbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnel unter der Kaiserstraße mit dem Südabzweig vom Marktplatz bis in die Ettlinger Straße wächst auf dem „Ost-Ast“ der Gleisstrang immer weiter in Richtung Rampe Durlacher Allee.

Nach dem Verlegen des südlichen Gleises in den Haltestellen Durlacher Tor und Kronenplatz sowie in den Tunnelabschnitten zwischen Gleisdreieck unter dem Marktplatz und der Rampe in der Durlacher Allee arbeiten sich die Gleisbauer jetzt auch auf der anderen, der nördlichen Seite vor. Wie die Karlsruher Schieneninfrastruktur- Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin der Kombilösung mitteilt, kleben die Arbeiter zunächst auf den Sohlbeton eine Unterschottermatte aus zentimeterdickem Schaumgummi. Die soll die Übertragung des Körperschalls der Bahnen auf den Beton der Tunnelröhre und der Haltestellen und damit auf die darüber liegenden Gebäude unterbinden. Anschließend schaufeln die Kombibauer auf den Schaumgummi eine dicke Lage Schotter, auf den dann die vormontierten Schwellen mit den Gleisen gelegt werden.

In den Monaten April bis Juni folgt der Gleisbau auf dem West-Ast zwischen Gleisdreieck und Rampe Mühlburger Tor, danach zu guter Letzt von Juli bis September auf dem Süd-Ast zwischen Gleisdreieck und der Rampe Ettlinger Straße auf Höhe der Augartenstraße.

Die Verkleidung der Haltestellenwände und das Belegen der Bahnsteigoberflächen mit bis zu 70 Kilogramm schweren Betonwerksteinen geht weiter nach Westen voran: In den Haltestellen Kronenplatz und Durlacher Tor stehen laut KASIG noch Restarbeiten auf dem Programm, in den Haltestellen Lammstraße und Europaplatz wird die Unterkonstruktion auf den Rohbau-Beton montiert. Hier sind bereits die Bahnsteigkanten mit den Werksteinen gestaltet, in der Lammstraße auch die Bahnsteigoberfläche.

Ein weiteres umfangreiches „Gewerk“ des Innenausbaus sind die Aufzüge und Fahrtreppen: Derzeit laufen die Montagen in den Haltestellen Europaplatz, Lammstraße und Durlacher Tor. Elektriker verlegen aktuell Leitungen für den Bahnstrom und Kabel für Kommunikationssysteme wie beispielsweise Brandmeldeanlagen.

Beim zweiten Teilprojekt der Kombilösung, dem Bau des Autotunnels in der Kriegsstraße mit der darüber liegenden neuen Gleistrasse, „zieren“ seit einiger Zeit zwei Hochbaukräne die Silhouette der Kriegsstraße. Die mehr als 40 Meter hohen Stahlriesen heben mit ihrem 60 Meter langen Ausleger im Baufeld O 2 unter dem sowie östlich und westlich vom Mendelssohnplatz und im Baufeld W 3 zwischen Ettlinger Tor und Lammstraße zum Bau des Autotunnels in der bis auf die Endtiefe ausgehobenen Baugrube Lasten wie die Bewehrung hinunter oder lassen Schalelemente über der Grube schweben.

Beim Karlstor haben die Firmen mit dem Teilrückbau des früheren Straßenbahnhalts begonnen, um die Ost-West-Fahrbahn der Kriegsstraße und die nördliche Fußgängerfurt am Karlstor nach Norden verschieben zu können. -red-/-trö-

 
 

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