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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. März 2019

Stadtteilkonferenz: Mischflächen für Straßen in Aue

Diskussion an der Stellwand im Durlacher Rathaus: Bürger aus Aue informierten sich oder gaben Anregungen. Foto: Knopf

Diskussion an der Stellwand im Durlacher Rathaus: Bürger aus Aue informierten sich oder gaben Anregungen. Foto: Knopf

 

Varianten für Verkehrskonzepte und Haussanierungen bei Stadtteilkonferenz im Fokus

Bestens besucht war die Stadtteilkonferenz Sanierungsgebiet Durlach-Aue kürzlich im Durlacher Rathaus. Seit 2015 läuft der Bürgerdialog-Prozess im Sanierungsgebiet. Nach etlichen Workshops, Konferenzen und Stadtteilrundgängen wurden nun die Gestaltungskonzepte für den Straßenraum und die Ortsmitte erörtert und zudem Fördermodalitäten für private Eigentümer vorgestellt.

„Gefördert werden energetische Maßnahmen wie Fassadendämmung, im Bereich der Heizung oder Sanitärbereich. Auch der barrierefreie Ausbau zählt dazu“, sagte Sibylle Rosenberg vom Stadtplanungsamt. Ganz wichtig: Vor Auftragsvergabe (Einholung von zwei Angeboten pro Gewerk) ist ein Modernisierungsvertrag mit der Stadt abzuschließen. Der Modernisierungszuschuss kann 35 Prozent der berücksichtigungsfähigen Kosten betragen. Über die Straßenraumgestaltung informierte Stadtplaner Stefan Schwartz. Im beengten Durlach-Aue böten sich zwei Varianten: Einbahnstraßenlösungen oder Mischflächen mit Zweirichtungsverkehr.

Bei Letzterem teilen sich alle Verkehrsteilnehmenden in der Mitte einen Raum. Dieser hebt sich mit einer einheitlichen Pflasterung vom normalen Straßenraum ab, die Parkplätze werden an die Häuserwand verlegt. Beispiele finden sich in der Durlacher Spitalstraße oder Straßendörfern in der Pfalz. „Bei der Einbahnstraßenlösung haben wir das Problem, dass PKW-Fahrer, dadurch, dass sie keinen Gegenverkehr haben, häufig schneller fahren“, so Schwartz. Daher verfolge man die niveaugleiche Mischflächen-Variante, inklusive Tempo 20-Reduzierung und partiellen Pollern. Beispiel Ostmark/Grazer Straße: Verlängerung der Mischverkehrsfläche Richtung Westen und Fortsetzung der Pollerreihe Richtung Westen und Tirolerstraße.

Die Bürger stellten Fragen, unter anderem zu „Helikopter-Eltern, die bei Abgabe ihrer Kinder per PKW am Kindergarten Memeler Straße für gefährliche Situationen sorgen. Auch wurden Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung des Bankenplatzes mit Baumbepflanzung und Stellplatzreduzierung besprochen. Über die Straßenbeleuchtung informierte Manfred Weiss (Stadtwerke). Die hochwertigen Leuchten seien energieeffizient, umweltschonend und langlebig. „Sie sorgen für eine schöne gleichmäßige Ausleuchtung“, sagte er. Ein Beispiel steht auf der Turmbergterrasse. -voko-

 
 

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