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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. März 2019

Kombilösung: Für den Fluss der Verkehre

NUR NOCH KURZ ZU SEHEN: die ehemalige Unterführung am Ettlinger Tor. Im Bild erfolgt der Abbruch der dortigen Rampe.  Foto: KASIG

NUR NOCH KURZ ZU SEHEN: die ehemalige Unterführung am Ettlinger Tor. Im Bild erfolgt der Abbruch der dortigen Rampe. Foto: KASIG

 

Tunnel im (Aus-)Bau: Alte Unterführung weicht

Oben queren die Bahnen, unten entsteht nahezu unbemerkt ein weiterer Abschnitt des künftigen Kraftfahrzeugtunnels – Situation der Kriegsstraße: Unter dem Mendelssohnplatz im westlichen Teil des Baufelds O 2 sind mehrere Abschnitte der Betonsohle des Tunnels schon fertig.

In einzelnen Bereichen wurde zuletzt die massive Stahlbewehrung mithilfe des 40 Meter hohen Krans und seines 60 Meter langen Auslegers unten nach Plan platziert, dann mit Beton vergossen. Gleich nebenan, im östlichen Teil von O 2, ist noch viel Erde zu sehen: Dort wird die Grube bis zur zweiten Ankerlage ausgehoben, die Anker werden gebohrt und gespannt, danach die Spundwände mit Spritzbeton geglättet.

Ganz ähnlich sehen die Arbeiten zum Umbau der Kriegsstraße als Teilprojekt der Kombilösung in einem weiteren Baufeld aus, schildert die Bauherrin, die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG): Im östlichen Teil von W 3, zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor, wird noch bis in den April hinein Weichgel injiziert, das das Eindringen von Grundwasser von unten in die Baugrube verhindern soll. Danach erfolgt dort wie zuvor schon im westlichen Teil die Dichtigkeitsprüfung. Direkt an beide Seiten der Kreuzung Ettlinger Tor anschließend (W 4 und O 5) war zu beobachten, wie die bis zu 20 Meter tief in den Untergrund reichenden Bohrpfähle als Verbau der zukünftigen Gruben hergestellt werden.

Weiter östlich (O 4, zwischen Kreuz- und Meidingerstraße) wächst der nächste Abschnitt des Autotunnelbaus in die Tiefe. Dort werden auch die Betonwände des östlichen Teils der ehemaligen Unterführung Ettlinger Tor abgebrochen. Ferner gehen unter anderem am westlichen Ende der Kriegsstraße, am Karlstor, verschiedene Arbeiten vonstatten, die allesamt dazu dienen, das Baufeld in der Mitte der Kriegsstraße einrichten zu können. Was an den äußersten Rändern entstehende provisorische Fahrbahnen für den Verkehrsbetrieb während der Tunnelbauphase bedeutet. Auch der Rückbau der früheren Bahnhaltestelle Karlstor Nord dient dazu – Fahrbahn und Fußgängerüberweg werden später nach Norden verschoben.

Beim Innenausbau des Bahntunnels unter Kaiserstraße und Via Triumphalis geht es weiter vor allem um den Gleisbau (als nächstes bis Jahresmitte auf dem West-Ast zwischen Gleisdreieck unter dem Marktplatz und Rampe Mühlburger Tor) und die Betonwerksteine zur Verkleidung. Das Verlegen auf den Bahnsteigoberflächen ist nur noch unter dem Europaplatz Thema. In der Lammstraße entsteht auf den durch Holzplatten geschützten Bahnsteigen das Raumgerüst, um auch die oberen Wandbereiche und die Decke zu erreichen. Die Montage von Aufzüge und Rolltreppen läuft in den Stationen Durlacher Tor, Lammstraße, Marktplatz und Ettlinger Tor. -red-/mab-

 
 

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