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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. März 2019

Werbeanlagen: Neues Kapitel für Leuchtreklame

Satzung soll die Gestaltung von Werbeanlagen in der Innenstadt ab 2020 regeln

Ein schlüssiges, geordnetes Stadtbild statt blinkender Leuchtwerbung und „Lichtverschmutzung“ – so könnte die Karlsruher City irgendwann dauerhaft aussehen. Um das Erscheinungsbild der Kaiserstraße und die dortige Aufenthaltsqualität aufzuwerten, beauftragte der Planungsausschuss nun einstimmig die Verwaltung damit, eine Werbeanlagensatzung auszuarbeiten.

Bürgermeister Daniel Fluhrer warb ausdrücklich für das vorgeschlagene Vorgehen, indem er betonte: „Mit der Neugestaltung unserer Innenstadt für die Zeit nach der Baumaßnahme zur Kombilösung wird für Karlsruhe essenziell auch in Fragen der Werbung, Gestaltung und Möblierung ein neues Qualitätsniveau eingeführt.“

Hintergrund ist eine deutliche Zunahme großformatiger Reklame an Fassaden mit bewegtem Licht und wechselnden Motiven, was insgesamt einen Trading-Down-Effekt – den Trend zum Leerstand mit ausbleibender Kaufkraft – fördert. Im Zuge der Umgestaltung der Innenstadt durch die Kombilösung soll deshalb die Chance ergriffen werden, den Charme des Stadtkerns zu erhöhen und die Wandlungsdynamik des Zentrums zu steuern.

Hierzu reichen Bauordnungs- und Planfeststellungsrecht derzeit nicht aus. Gefordert und diskutiert wurde eine Werbeanlagensatzung bereits im Beteiligungsprozess zum City-Gutachten. Auch eine nicht repräsentative Online-Befragung auf dem Beteiligungsportal der Stadt zeigte den Wunsch nach Eindämmung von bewegter Reklame sowie der Steuerung von Platzverbrauch. Im Detail will die Verwaltung ihren Entwurf im Oktober vorstellen, so dass die Satzung nächstes Jahr gültig werden könnte. -bea-

 
 

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