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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. März 2019

Zoologischer Stadtgarten: Streuobstwiese liefert Zoo-Futter

PFLANZAKTION: von links Matthias Reinschmidt, Wolf-Dieter Gierth, Klaus Weindel und Gisela Fischer (Zoofreunde). Foto: Fränkle

PFLANZAKTION: von links Matthias Reinschmidt, Wolf-Dieter Gierth, Klaus Weindel und Gisela Fischer (Zoofreunde). Foto: Fränkle

 

Purpurroter Zwiebelapfel, Großherzog von Baden und Schweizer Hose – diese charmanten Namen gehören zu drei Obstbaumsorten, die seit Kurzem im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe gedeihen.

Die Idee einer kleinen Streuobstwiese hat der Zoo gemeinsam mit Liegenschaftsamt, Gartenbauamt sowie mit Unterstützung der Zoofreunde, Gartenfreunde, von NABU Karlsruhe und der Streuobstinitiative umgesetzt. „Die Apfel- und Birnensorten bieten Lebensraum für Insekten“, erläuterte Zoodirektor Matthias Reinschmidt. Dies sei nicht nur ein wichtiger Schritt, um dem Insektensterben entgegenzuwirken, sondern zeige auch Möglichkeiten im privaten Bereich auf. „Die Idee passt in unsere Zeit“, so Reinschmidt.

Die gewählten Obstbaumsorten drohen auszusterben und bewahren nun auf der Wechselkoppel zwischen Raubtier- und Dickhäuterhaus ihr Genpotenzial. „Damit erhalten wir auch Kulturgeschichte“, fügte Klaus Weindel, stellvertretender Leiter des Gartenbauamts, an. Dies könne man selbst den kleinen Zoobesuchern schon verständlich machen. Auf der Streuobst-Koppel weiden tagsüber abwechselnd Tiere des Streichelzoos, Ponys, Esel und Alpakas.

Gleich um die Ecke befindet sich das Bienenhaus des Zoos, zudem summen viele Wildbienen auf der Suche nach Nektar an diesem Bereich vorbei. Wie Liegenschaftsamtsleiter Wolf-Dieter Gierth betonte, werden die Hochstämme natürlich nicht gespritzt. So produziere man Bio-Obst, das als Futter für die Zootiere zur Verfügung stehe. Wer nun Lust auf Streuobstwiesen bekommen hat, findet Infos bei der Karlsruher Initiative gibt es auf streuobstinitiative.de. -bea-

 
 

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