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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. März 2019

Gemeinderat: Einstimmig gegen Forstreform

Gemeinderat für Resolution an das Land / Stadt will den Staatswald kaufen

Den SPD-Antrag, auf das Gesetzgebungsverfahren zur Forststrukturreform des Landes (Überführung in und separate Verwaltung des Staatsforsts durch eine Landesanstalt des öffentlichen Rechts) Einfluss zu nehmen, befürwortete der Gemeinderat einstimmig.

Bisher verwaltet das städtische Forstamt den 2360 Hektar großen Staatswald (Hardtwald, Kastenwört, Rittnert, Füllbruch) mit. In Karlsruhe liegen Staats- und Stadtforst nahe der Stadt eng nebeneinander, so dass,  laut SPD,  „die Zuordnung der Waldflächen zu unterschiedlichen Waldbesitzern eine sinnvolle und effektive Waldbewirtschaftung unmöglich macht“. OB Dr. Frank Mentrup sicherte, wie vom Plenum gewünscht, „eine fachliche Resolution“ an das Land zu. Und:  „Wir wollen den Wald kaufen (was das Land ablehnt, Anmerkung der Redaktion), denn es ist ein großer Unterschied, ob wir den Wald verwalten oder nicht.“

Die Reform „funktioniert nicht, hier wird eine gute Struktur zerschossen“, argumentierte Dr. Raphael Fechler (SPD). Auch wegen „neuer großer Revierzuschnitte“, vieles sei noch nicht geklärt, ergänzte Bettina Meier-Augenstein (CDU). „Extreme Nachteile, finanziell und bei der Wald- und Biotopentwicklung“ befürchtete Renate Rastätter (GRÜNE), das Land habe nur signalisiert, nach Durchsetzung der Reform eventuell über eine Karlsruhe-Lösung zu reden. Zustimmung zu „Bemühungen der Stadt, den Forst zu übernehmen“ wie zur Resolution kam auch von Dr. Paul Schmidt (AfD), Thomas Hock (FDP), Erik Wohlfeil (KULT). -cal-

 
 

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