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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. März 2019

Gemeinderat: Europahalle wird ab 2021 saniert

DIE EUROPAHALLE wird für 30 Millionen Euro saniert. Ab Ende 2023 soll sie auch wieder für große Sportveranstaltungen wie etwa das Indoor-Meeting zur Verfügung stehen. Foto: Fränkle

DIE EUROPAHALLE wird für 30 Millionen Euro saniert. Ab Ende 2023 soll sie auch wieder für große Sportveranstaltungen wie etwa das Indoor-Meeting zur Verfügung stehen. Foto: Fränkle

 

Rückkehr als Großsport-Forum mit zahlreichen Optionen

Mit einem einstimmigen Votum für die große, 30 Millionen Euro kostende Variante einer Sanierung machte der Gemeinderat am Dienstag das Comeback der Europahalle als Großsporthalle perfekt. Ende 2023 soll sie damit auch wieder für Erstligaspiele im Ballsport, Leichtathletik-Meetings und Turn-Events nutzbar sein.

Mit der kleineren Sanierungslösung für 15,5 Millionen Euro wäre sie weiterhin nur für den Schul- und Vereinssport mit maximal 200 Zuschauern nutzbar gewesen. Damit bliebe der bestehende Bedarf von Seiten des Ballsports weiter nicht gedeckt. Während beim ebenfalls geprüften Neubau einer reinen Ballsporthalle an gleicher Stelle wiederum die Leichtathletik auf der Strecke bliebe, warb OB Dr. Frank Mentrup für die große Lösung. Damit begonnen werden soll, wenn 2021 die neue Sporthalle bei der Elisabeth-Selbert-Schule als Ausweichquartier für den Schul- und Vereinssport genutzt werden könne. Für die Leichtathletik zeichnet sich eine Übergangslösung beim Otto-Hahn-Gymnasium ab.

„Mit den Dreifeldhallen und dem Sportentwicklungsplan sind wir auf einem guten Weg, jetzt hat der Ballsport oberste Priorität. Wenn auch noch das Indoor-Meeting zurückkommt, sind wir sogar auf einem sehr guten Weg“, sprach Detlef Hofmann (CDU) von der „einzig realistisch und schnell durchführbaren Lösung“. „Ein Neubau wäre das nicht gewollte Ende der Leichtathletik“, plädierte Michael Zeh (SPD) auch im Sinne der Nachhaltigkeit dafür, „Substanz zu erhalten und Verbesserungen herbeizuführen“. Mit dem Umzug des Indoor Meetings entfalle zudem eine Belastung des Messegeschäftes.

„15,5 Millionen Euro für zugelassene 200 Leute auszugeben wäre nicht angemessen“ war auch für Ekkehard Hodapp (GRÜNE) „die große Lösung die einzig sinnvolle Variante“. Er bemängelte allerdings die fehlenden energetischen Maßnahmen. „Das gehört zu den realen Kosten einfach dazu“, fand Hodapp dabei Unterstützung von Lüppo Cramer (KULT). Dagegen äußerte Dr. Paul Schmidt (AfD) Bedenken, weil eine Wärmedämmung nicht möglich sei, ohne das Aussehen „des Denkmals für die Karlsruher“ zu verändern.“

„Manchmal biegt man falsch ab und stellt es erst zwei Jahre später fest“, war Thomas H. Hock (FDP) froh über die Sanierung. Zusätzlich sollten noch Kosten eingerechnet werden, um auf zusätzliche Zeltaufbauten bei Veranstaltungen verzichten zu können. Jürgen Wenzel (FW) sprach sich für schnelle Umsetzung ohne weitere Umwege aus. „Viel Geld wurde vergeigt“, zeigte sich Friedemann Kalmbach (FÜR Karlsruhe) von den vielen Prüfungen und dem langwierigen Entscheidungsweg enttäuscht.

„Der Zeitaufwand war absolut notwendig, um eine ganzheitliche Betrachtung vorzunehmen“, recht-fertigte Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz die umfangreichen Vorarbeiten. „Wir sollten auch nicht den Fehler machen, nicht weiterzudenken. Irgendwann wird die Schwarzwaldhalle Probleme verursachen, die zu lösen sind“, warb Luczak-Schwarz allerdings vergeblich um einen weiteren ausdrücklichen Prüfauftrag für die mittelfristige Realisierung einer multifunktionalen Eventhalle bei der Messe, die auch für Kultur und Konzerte geeignet ist. Dies soll nun die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH in ihre laufenden Überlegungen zu besserer Verkehrsanbindung, Parkierung und zum Bedarf an Messeflächen mit einbeziehen. -fis-

 
 

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