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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. März 2019

Jugendkonferenz: Dynamisches Format mit frischen Impulsen

AM TISCH EINER ARBEITSGRUPPE STADTPLANUNG hörte sich Bürgermeister Lenz um und wirkte auch dort mit. Foto: Knopf

AM TISCH EINER ARBEITSGRUPPE STADTPLANUNG hörte sich Bürgermeister Lenz um und wirkte auch dort mit. Foto: Knopf

 

Vernetzt einbringen / Mehr Radständer, Mülltrennung und Weiteres

Zum sechsten Mal ging kürzlich die Jugendkonferenz im Rathaus über die Bühne – unter dem Motto: „Deine Ideen für Deine Stadt“. Jugendliche zwischen 14 und 25 Jahren schilderten ihre Verbesserungsvorschläge, Kritik und Wünsche und diskutierten darüber mit Vertretern der Kommunalpolitik und der Verwaltung.

In der Vergangenheit wurden schon Ideen Realität, etwa der Skate-Park im Otto-Dullenkopf-Park, oder eine Calisthenics-Anlage (Open-Air-Fitness, basierend auf Eigengewicht) in den Geroldsäckern. Bürgermeister Martin Lenz war von der Resonanz und dem Engagement aller Beteiligten angetan. „Die Jugendkonferenz ist ein dynamisches Format, ein offener Prozess mit ganz konkreten Inhalten. Ich bin erfreut, wie viele mitmachen.“

An den Tischen im Bürgersaal bildeten sich jeweils Arbeitsgruppen zu Themen wie Stadtplanung für Menschen mit Handicap, Fridays for Future, neue Parkour-Halle in der Nordstadt, Events und Kultur in der Stadt, Abfalltrennung im öffentlichen Raum, mehr Fahrradständer für die Innenstadt oder Photovoltaikanlagen an öffentlichen Gebäuden.

„Wir sorgen für Vernetzung. Die Jugendlichen können sich einmischen und ihre Ideen einbringen“, sagte Isabel Kasalo von der Fachstelle für Jugendbeteiligung beim Stadtjugendausschuss. Am 4. Juli gibt es einen Juko-Check mit den Jugendlichen darüber, was realisierbar ist und was nicht. An den Thementischen rauchten derweil die Köpfe. Rifat Toplugedik schlug vor, in der City Mülltonnen mit drei Fächern (Restmüll, Papier, Wertstoffe) einzuführen. Kirsten Römbke (Amt für Abfallwirtschaft) versprach, diesen Vorschlag mit ihren Kollegen zu besprechen.

Stadtrat Tom Høyem ergänzte, dazu im Gemeinderat eine Anfrage stellen zu wollen. Eine weitere Gruppe wünschte sich mehr Radabstellplätze am Marktplatz sowie signalfarbene Hinweis-schilder speziell für Menschen mit Sehschwäche. Der 18-jährige Tim Pasel und seine Gruppe sprachen sich eine Alternative zur in die Jahre gekommenen Parkour-Halle im NCO-Club aus. Auch eine Crowdfunding-Aktion haben die Jungs gestartet. Nach den Geroldsäckern hätte ein weiterer Thementisch gerne eine Calisthenics-Anlage in der Südstadt. Mit dem Grünstreifen wurde schon eine Verortung ausgeguckt, und mit dem Gartenbauamt gab es Gespräche.

Zum Thema „Fridays for Future“ und dem damit verbundenen viel kritisierten „Schulschwänzen“ erklärte der Leiter des Schul- und Sportamts, Joachim Frisch, dass er die Kommunikation zwischen Schulleitung und Organisatoren herstellen wolle. Die Leiterin des Amts für Hochbau und Gebäudewirtschaft, Anne Sick, äußerte sich zu Ideen von Dachbegrünung und Photovoltaikanlagen. Sie zeigte wie die weiteren Vertreter aus Politik und Verwaltung, die Vorschläge stießen auf „offene Ohren“. -voko-

 
 

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