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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. März 2019

Kombilösung: Gruben erst sichern, dann füllen

STAHLRIESEN: Am Ettlinger Tor sind gleich zwei Drehbohrgeräte aktiv, um die bis zu 20 Meter tiefen Bohrpfähle zu fertigen. Foto: KASIG

STAHLRIESEN: Am Ettlinger Tor sind gleich zwei Drehbohrgeräte aktiv, um die bis zu 20 Meter tiefen Bohrpfähle zu fertigen. Foto: KASIG

 

In der Kriegsstraße der Rohbau, für den Bahntunnel die zierende Verkleidung

Nun sind die Betonbauer auch im Westen des Ettlinger Tors angelangt – und wirken dort. Der Umbau der Kriegsstraße mit einer neuen Gleistrasse oben und einem darunter liegenden Kraftfahrzeugtunnel geht nach den bereits abgeschlossenen Baufeldern O 1 und W 2 somit wieder auf zwei Baufeldern gleichzeitig voran.

Zug um Zug werden die einzelnen Tunnelsohlenabschnitte, Tunnelwände und Deckenabschnitte betoniert. Im östlichen Bereich des Baufelds W 3 laufen indes noch die Weichgelinjektionen zur Abdichtung der Baugrube gegen Grundwasser von unten. Im Osten von O 2 wird die Grube noch bis zur zweiten Ankerlage ausgehoben – dann Ankern, Spannen, Glätten. In W 4 und O 5 beiderseits der Kreuzung Ettlinger Tor sind weiter zwei riesige Drehbohrgeräte im Einsatz, die Bohrpfähle herstellen.

Die bis zu 20 Meter tief im Erdreich stehenden Stahlbeton-Säulen bilden wie andernorts die in die Schlitzwände eingestellten Spundwände die Sicherung der Grube. Zudem dienen sie als rückwärtige Schalung für die späteren Tunnelwände. Zwischen Meidingerstraße und Mendelssohnplatz (O 3) dauert der Bau von Dicht- und Schlitzwänden noch einige Wochen an. Dann pausiert der Schlitzwandgreifer dort und nutzt das zum Schlitzwandbau in W 1 zwischen Herrenstraße und Karlstor. In O 3 kann der erst weitergehen, wenn blockierende Leitungen auf den bald fertigen westlichsten Tunnelblock (O 2) umverlegt sind.

Beim Innenausbau des Bahntunnels unter Kaiserstraße und Via Triumphalis vom Marktplatz bis Ettlinger-/Augartenstraße bleiben Betonwerksteine und Schienen die Schwergewichte. In der künftigen unterirdischen Haltestelle Lammstraße ist das Hängen der Betonwerksteine auf die Unterkonstruktion bereits so weit fortgeschritten, dass auf beiden Seiten der Station das Raumgerüst in die Länge und die Höhe wächst. Damit später die Verkleidung für die Wände oberhalb vier Meter und die Decke gelingen kann. -red-/-mab-

 
 

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