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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. April 2019

Kombilösung: Verkleiden und zugleich Gleisbau

VOM RAUMGERÜST aus lassen sich nun auch im U-Halt Lammstraße der Kombilösung obere Wände und Decke verkleiden. Foto: KASIG

VOM RAUMGERÜST aus lassen sich nun auch im U-Halt Lammstraße der Kombilösung obere Wände und Decke verkleiden. Foto: KASIG

 

Zweites Raumgerüst ermöglicht weitere Fortschritte im Bahntunnel / Nun werden westlich des Marktplatzes Schienen verlegt / Viele weitere Gewerke aktiv

Nach der Haltestelle Durlacher Tor geht es jetzt auch in der U-Station Lammstraße zunehmend beengt zu – aber nur auf Zeit: Beim Innenausbau des Bahntunnels unter der Kaiserstraße plus Südabzweig ist das Raumgerüst unter dem Schnitt-punkt der Kaiser- mit der Lammstraße über die volle Länge von 100 Metern fast komplett aufgebaut.

Mit Hilfe dieser stählernen Konstruktion kann oberhalb der auch hier bereits an den Wänden bis auf vier Meter Höhe fixierten Betonwerksteine der Trockenbau aus Blähglasgranulat angebracht werden – an den oberen Wandbereichen und unter der Decke. Das Raumgerüst ermöglicht den Handwerkern gefahrloses Arbeiten, und zugleich kann so zwischen den Bahnsteigbereichen, auf denen das Gerüst steht, am wegweisenden Gleisbau weitergearbeitet werden.

Dieser schwenkt nun, führt die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin der Kombilösung aus, vom Ost-Ast zwischen Gleisdreieck Marktplatz und Rampe Durlacher Allee um zum West-Ast zwischen Gleisdreieck und Rampe Mühlburger Tor. Dann wird auch dort zunächst in Längsrichtung eine Fahrbahnhälfte mit den dicken Schaumstoff-Unterschottermatten ausgestattet, die ein Übertragen des Körperschalls der fahrenden Bahnen auf die Betonkonstruktion von Haltestellen und Tunnelabschnitten verhindern. Danach wird Schotter eingebracht, dann folgt der Gleisbau – und schließlich das Ganze für die andere Fahrbahnhälfte.

Abgesehen von diesen großen und raumgreifenden Gewerken sind viele andere Handwerksbetriebe im künftigen Bahntunnel mit seinen unterirdischen Haltestellen unterwegs: Kabel werden in die entsprechenden Leerrohre eingezogen, Elektriker sorgen dann dafür, dass die richtigen Enden in die richtigen Schaltschränke münden. Permanent werden Aufzüge und Fahrtreppen montiert, bis alle Haltestellen ausgerüstet sind.

Beim Umbau der Kriegsstraße mit einer neuen Gleistrasse oben und einem darunter liegenden Kraftfahrzeugtunnel geht unter anderem maßgeblich der Bau zweier neuer Tunnelabschnitte inzwischen auch schon seinen gewohnten Gang: Im westlichen Teil des Baufelds W3 zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor entstehen die einzelnen Abschnitte der Sohle. Im Ost-Teil von W3 wird noch Weichgel injiziert, zur Abdichtung der Baugrube. Im Baufeld O2 unter dem Mendelssohnplatz sowie östlich und westlich davon läuft – mit leichtem Vorsprung – ebenfalls der Bau der Tunnelsohle sowie bereits der ersten -wände.

Innerhalb der neben der Einmündung der Kapellenstraße in die Ludwig-Erhard-Allee eingerichteten Baustelleneinrichtungsfläche laufen die Vorbereitungen für die Herstellung eines Abwasserhebewerkes. Darüber wird das im Bereich der östlichen Tunnelrampen anfallende Regenwasser in das städtische Kanalnetz befördert. -red-/-mab-

 
 

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