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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. April 2019

„Zukunft Innenstadt“: Räume zum Lernen und Entfalten

DIE IDEEN VON STUDIERENDEN für die zukünftige Gestaltung der Innenstadt wurden von Steffen Becker, Sonia Lauinger, OB Dr. Frank Mentrup und Matthias Burgbacher (von links) vorgestellt. Foto: Fränkle

DIE IDEEN VON STUDIERENDEN für die zukünftige Gestaltung der Innenstadt wurden von Steffen Becker, Sonia Lauinger, OB Dr. Frank Mentrup und Matthias Burgbacher (von links) vorgestellt. Foto: Fränkle

 

Studierende planen die Innenstadt von Morgen / Ergebnisbericht zu IQ-Leitprojekt vorgestellt / Verbindung von Campus und Stadt

Die Wünsche der Studierenden für die Gestaltung der Karlsruher Innenstadt sind vielfältig. Mehr Lernräume sind dabei, idealerweise im öffentlichen Raum. Dazu die Chance, dort eigene Projekte vorzustellen. Die Aufwertung von Parks und Plätzen ist ihnen wichtig, genau wie Selbstbestimmung sowie die Möglichkeit, sich ohne Auto sicher und schnell bewegen zu können.

Über all diese und weitere Aspekte gibt ein Ergebnisbericht zum IQ-Leitprojekt „Innenstadt von Morgen aus Sicht der Studierenden“ Auskunft. Das Projekt ist Teil des Korridorthemas „Zukunft Innenstadt“, und etwa 3.000 Studierende beteiligten sich daran. Diese „separat ins Auge zu nehmen“ sei besonders wichtig, betonte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup bei der Vorstellung des Berichts. Die Innenstadt soll für sie als „Wohnort, Lebensort, Naherholungsort und Lernort“ attraktiv bleiben.

Das umfangreiche Schriftstück präsentierte er gemeinsam mit den wissenschaftlichen Projektbegleitern Steffen Becker und Matthias Burgbacher vom Karlsruher Institut für Technologie im „Bücherbuffet“ in der Kaiserstraße, einem Pop-Up-Laden, der sich Inhaberin Sonia Lauinger zufolge kleinen „Labels aus der Region“ verschreibt, Kultur präsentiert, öffentliches Lernen ermöglicht. Ein möglicher Zukunftsort also – ideal zum Vorstellen der Ergebnisse.

Gewonnen wurden diese in drei Projektphasen, beginnend mit Online-Befragungen zur generellen Zufriedenheit. Hier habe sich vor allem herausgestellt, dass „innerstädtisches Wohnen favorisiert“ werde, die Mieten für Studierende aber problematisch seien, erklärte Burgbacher. Im nächsten Schritt wurden mit einem sogenannten Mapping-Tool die Stärken und Schwächen der einzelnen Quartiere benannt, um Handlungsfelder für die Zukunftskonferenz im vergangenen Juni zu definieren.

Dazu gehörten Rad- und Fußverkehr, Zukunftsorte wie Lernräume, offene Bühnen und Co-Working-Spaces, studentische Kultur, Gastronomie und Einkaufen, ÖPNV oder die Anbindung des Campus an die Innenstadt. Die Themen wurden mit Experten diskutiert, dazu konkrete Ideen entwickelt. Das alles ist nun im Ergebnisbericht versammelt, vieles davon laut OB Mentrup „deckungsgleich mit bestehenden Sanierungsvorstellungen.“

Zudem freute er sich über einen besonderen „roten Faden“: den Wunsch der Studierenden, „mehr mit der Stadtgesellschaft in Kontakt“ zu treten und „die Grenze zwischen Campus und Stadt verschwinden zu lassen.“ Den Bericht gibt es beim Wissenschaftsbüro (wissenschaftsbuero-karlsruhe.de) und mehr Informationen zur neuen zukunftsweisenden, innovativen und queren Arbeitsweise auf karlsruhe.de/iq. -gem-

 
 

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