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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 12. April 2019

Kita Sybelstraße: Überzeugend für Kita und Bedarfe

DEN ERSTEN PREIS zur Kita-Neuplanung gab die Jury um BM Daniel Fluhrer (r.) und Amtsleiterin Anne Sick (l.) dem Entwurf aus München und Zürich.

DEN ERSTEN PREIS zur Kita-Neuplanung gab die Jury um BM Daniel Fluhrer (r.) und Amtsleiterin Anne Sick (l.) dem Entwurf aus München und Zürich.

 

„Konsequenterweise wird das Gebäude an der Sybelstraße zentral am Kopf erschlossen. Die Eingangssituation ist (…) gut gelöst.“ So und die pädagogische Raumlösung als sehr gut bewertete das Preisgericht den letztlich einstimmig zum Siegerentwurf (vor zweitem bis viertem Preis und einer Anerkennung) erklärten Beitrag, mit dem es nun den angestrebten Neubau der Kita Sybelstraße auszugestalten gilt.

Vor allem in der Südstadt entspricht das Platzangebot nicht dem Bedarf, weshalb der Bestand einer achtgruppigen Einrichtung für 110 Vorschulkinder weichen soll. Samt Gruppen- und Mehrzweckräumen, Verwaltung, Küche und Bistro.

Das Münchner Büro Baur & Latsch, das für sein erstes Kita-Projekt Züricher Kolleginnen vom Buero ADA mit an Bord und Montag zur Präsentation nach Karlsruhe brachte, ist am Zug. Auch wenn offene und kritische Punkte blieben – etwa zur Gebäudetechnik, zu Energieeffizient und Lüftung. So wie die Juroren bei Kindern beliebte „Rückzugsmöglichkeiten und Nischen“ lobten, erschienen das Abstellen größerer Kinderwagen und die Regelung mit Zwischengeschossen bereits im direkten Austausch annehm- beziehungsweise lösbar.

„Wie stark präsentiert sich ein Baukörper?“ Diese Frage warf das dominante Sybelcentrum auf, erläuterte Baubürgermeister Daniel Fluhrer sie im Entwurf als beantwortet. Ohne zu viele Geschosse, was Mirja Kinnunen (Sozial- und Jugendbehörde) im Sinne der Nutzer wichtig war, und die Architekten betonten. „Wir wollten kein Begehr schaffen, dass der ganze Block weiterrückt“, merkte Florian Latsch an. Viel Helligkeit „durch die Verzahnung des Gebäudes mit der Landschaft“, die geschickte Einbindung vorhandener Bäume, stellte Fluhrer heraus.

Die Leiterin des Amts für Hochbau und Gebäudewirtschaft, Anne Sick, erkannte „eine gewisse Elastizität des Entwurfs“. Beim kontrovers diskutierten Beton sah sie die Attraktivität steigerndes Potenzial durch Körnung, Beschaffenheit, Farbe. Das Protokoll konstatierte „glaubwürdig“ zur Fassade und insgesamt: „sowohl städtebaulich als auch räumlich-funktional und architektonisch überzeugend.“ -mab-

 
 

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