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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 12. April 2019

Stadthalle: Neues zum Modernisierungsprozess

Über aktuelle Entwicklungen beim Modernisierungsprozess der Stadthalle informierten Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz und Baubürgermeister Daniel Fluhrer jüngst das zuständige Gemeinderatsgremium. Aufgrund mehrerer Faktoren sei es zu einer Verzögerung gekommen.

Neben Problemen mit dem Ingenieurbüro für Haustechnik, Abweichungen der Bauausführung von den Bestandsplänen und begrenzten Einbauhöhen im Bestand in Verbindung mit den Anforderungen der modernen Technik seien vor allem beim Brandschutz und bei der Auslastung des Tragwerks Bestandsdefizite zu nennen, die nur sehr begrenzt zusätzliche Eingriffe in Form von Öffnungen oder Durchbrüchen zuließen. Um die Qualität der Planung zu sichern, werde sie erst dann an Firmen zur Werk- und Montageplanung freigegeben, wenn die Freigabe von allen Sachverständigen vorliegt.

Dann soll sie in Teilschritten erfolgen, um bereichsweise mit den Maßnahmen zu beginnen. Die Planungen für die oberen Geschosse seien indes fast fertig, in den Untergeschossen mit den Technikzentralen gebe es noch Koordinationsbedarf. In den Bereichen Lüftung und Elektronik hätten die ersten Arbeiten aber bereits begonnen. Ziel sei es, bis Ende Juni die abgestimmte Ausführungsplanung des Ingenieurbüros für Haustechnik abgeschlossen zu haben und dann in allen Bereichen voll durchzustarten.

In welchem Umfang Mehrkosten zu erwarten sind, könne zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht abschließend geklärt werden, da Kosten für erforderliche Mehrleistungen erst nach Abschluss der Planung feststünden. Zusätzlich zu diesen Ausgaben werden Kosten aufgrund der verlängerten Bauzeit erwartet, die ebenfalls erst ermittelt werden könnten, wenn deren Dauer verlässlich festgelegt und die Forderungen der Firmen bewertet seien. Fest stehe inzwischen auch, dass sich der Fertigstellungstermin für die Modernisierung der Stadthalle nach aktueller Prognose auf Ende 2021 verschieben wird.

Die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH werde nun mit den Veranstaltern, die bereits Zeitfenster angefragt haben, Gespräche führen und Lösungen erörtern. Für die im September 2021 geplante Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ökumenischer Weltkirchenrat) werden aktuell alternative Szenarien am Standort Festplatz entwickelt. -red-

 
 

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