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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. April 2019

Wochenmärkte: Gratis-Aktion für tierfreundliches Erblühen

Foto: Fränkle

Foto: Fränkle

 

„Blütenzauber“ auf dem Gutenbergplatz, „Schmetterlingstraum“ auf dem Stephanplatz, „Vogelparadies“ auf dem Blumenmarkt und „Wilde Welt“ in Durlach: So betitelte und zugeteilte, malerisch designte Samentüten, die unter anderem elf Blumen- und Honig-Händler kostenlos verteilen, sind Gegenstand und Anspruch einer Aktion von Blumengroßmarkt und Wochenmärkten – „Wir lassen Karlsruhe blühen“.

Im allgegenwärtigen Ringen um mehr Grün und lebensnotwendigen Tierschutz setzen Handel und Verwaltung so ein Zeichen. Sie wollen Bienen – allen Insekten, eben auch Schmetterlingen – sowie (Sing-)Vögeln unter die Flügel greifen mit dem, was die bedrohten Tiere mögen. Insgesamt 12000 Tüten für 12000 Quadratmeter Saatgut stehen den Wochenmarkthändlern zur Verfügung, fanden direkt zum jüngst erfolgten offiziellen Start auf dem Stephanplatz reißenden Absatz.

Unser Bild dazu zeigt (v. l.) Blumengroßmarkt-Geschäftsführer Felix Glück, Marktamtsleiter Armin Baumbusch sowie Händler Wolfgang Velten (Schürze), der schon 18 Schubkarren für aktive City-Einzelhändler („Karlsruher Köpfe“) bepflanzte, und Prof. Robert Mürb (Hut): „Es muss eigentlich eine Volksbewegung werden“, warb der frühere Gartenbauamtsleiter für die Initiative „Unser Karlsruhe – lebenswert – nachhaltig – klimagerecht“ und noch breiteres Engagement, das erfreulich nun die Wirtschaft mittrage.

Für Lebensqualität stehen auch die Händler überwiegend regionaler Produkte wie Obst und Gemüse, etwa aus der Südpfalz, Blumen und Pflanzen. Ein „Rundgang der Vielfalt“ umfasste diese wie auch Stände mit internationalen Spezialitäten regionaler Händler – etwa französischer Käse. Die Auslage erfolgt zusehends über Mehrweg-Kisten, begrüßt und fordert Glück, der sich auch über die Vereinigung Deutscher Blumengroßmärkte einbringt. In rund 50 Blumenläden mit „Ich bin von HIER!“-Zertifikat gibt es weitere regionale Samenmischungen. PH-Studentinnen der Biodiversität und Umweltbildung vermittelten diese beiden Themen an einem noch zu etablierenden Stand, klärten Interessierte auf. -mab-

 
 

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