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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 3. Mai 2019

Kombilösung: Karlstor im Fokus

Läuft: Die Rampe westlich vom Karlstor ist fast vollständig voll und wird mit schwerem Gerät planiert und verdichtet. Foto: Kasig

Läuft: Die Rampe westlich vom Karlstor ist fast vollständig voll und wird mit schwerem Gerät planiert und verdichtet. Foto: Kasig

 

Die Vorbereitungen für den Tunnelbau haben begonnen

In der Karlstraße beginnen nach Kampfmittelsondierung und Teilabbruch der westlich vom Karlstor gelegenen Rampe die Vorarbeiten für den Tunnelbau: Im Baufeld W 1 entstehen die ersten Bohrschablonen, mit deren Hilfe das Drehbohrgerät später exakt die bis zu 20 Meter tief in die Erde reichenden Bohrpfähle herstellt.

Für die zur Führung des Schlitzwandgreifers erforderlichen Leitwände wird der Vorverbau hergestellt. Zudem wird auch die frühere östliche Autoverkehr-Rampe mit Erde gefüllt, damit die schweren Geräte beim Baugrubenverbau mit Bohrpfählen und in Schlitzwände eingestellten Spundwänden einsetzbar sind.

Tunnelbau zu sehen

Nahtlos fortgesetzt werden in der Kriegsstraße mit einer neuen oberirdischen Gleistrasse und dem darunter liegenden Autotunnel die Arbeiten in den beiden Baufeldern, in denen aktuell Tunnelbau zu beobachten ist: In O 2 werden östlich und westlich des Mendelssohnplatzes Tunnelböden, Außenwände, Tunnel-Mittelwand sowie bereits die erste Tunneldecke geschalt, bewehrt und betoniert. Im W 3 zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor läuft der Tunnelbau. Zum Ettlinger Tor hin ist die Dichtigkeitsprüfung unmittelbar vor der Auswertung: Wenn die Baugrube dicht ist, beginnt der Erdaushub bis unterhalb des Grundwasserpegels.

Deckel werden abgebrochen

In den an die Kreuzung Ettlinger Tor angrenzenden Baufeldern W 4 (westlich) und O 5 (östlich) werden die noch von der früheren Kriegsstraßenunterführung Ettlinger Tor übriggebliebenen Deckel über der West- und der Ost-Rampe abgebrochen. So kann der neue Autotunnel beiderseits an das Kombi-Bauwerk angeschlossen werden. Das vereint unter dieser Kreuzung einerseits einen Abschnitt der künftigen unterirdischen Stadtbahn- und Straßenbahn-Haltestelle und andererseits darüber auch ein kleines Teilstück des späteren Kriegsstraßen-Autotunnels. Beginn ist westlich des Ettlinger Tors. Über den Deckel auf der Ostseite gehen zunächst die Fußgänger von Norden nach Süden und umgekehrt über die Kriegsstraße. Weiter östlich des Ettlinger Tors im Baufeld O 4 auf Höhe der Kreuzstraße, des Staatstheaters und der Meidingerstraße läuft der Erdaushub bis oberhalb des Grundwasserspiegels östlich und westlich mit dem Abbruch der Reste der alten Fußgängerunterführung auf Höhe der Kreuzstraße und der alten östlichen Rampe der Kraftfahrzeugunterführung Ettlinger Tor. Zudem wird westlich die Injektion von Weichgel vorbereitet, um die Baugrube von unten gegen eindringendes Grundwasser abzudichten. Dabei muss die Bodenplatte der alten Rampe der Kfz-Unterführung oft durchbohrt werden. Im Baufeld O 3 zwischen Meidingerstraße und Mendelssohnplatz werden Leitungen verlegt, um die letzten Leitungen um dieses Baufeld herum zu führen und dann den Baugrubenverbau zu beenden.

Innen weiter Gleisbau

Beim Innenausbau des Tunnels rückt der Gleisbau systematisch auf dem West-Ast vom unterirdischen Gleisdreieck Marktplatz Richtung Westen zum Mühlburger Tor vor. Die Arbeiter durchqueren beim Verlegen der Unterschottermatten in Längsrichtung erst auf einer Fahrweghälfte die Stationen Lammstraße und Europaplatz sowie die dazwischen liegenden Tunnelabschnitte. Auf die Matten schütten sie Schotter, darauf legen sie Schwellen und verbinden sie mit den Schienen. Betonwerksteine sind in dem unterirdischen Halt Europaplatz, aber auch auf dem Süd-Ast für die Haltstellengestaltung der Station Marktplatz Thema. Die Halte Lammstraße, Durlacher Tor und Kronenplatz sind dank des Raumgerüstes bereit für die Montage der Verkleidung der oberen Wandflächen sowie unterhalb der Haltestellendecke. Dazu kommen kontinuierlich die elektrischen Montagen, um Leitungen in Leerrohre unter den Bahnsteigen der Haltestellen und in den Technikräumen zu verlegen. Ebenso erfolgt die Montage der Aufzüge und Fahrtreppen in den Haltestellen. Aktuelle Info: mobilitaet.trk.de und kvv.de. -red/cal-

 
 

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