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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. Mai 2019

Wahlen: Briefwahl wird immer beliebter

BRIEFWAHLBÜRO: Bürgermeister Dr. Albert Käuflein und Wahlamtsleiterin Dr. Edith Wiegelmann-Uhlig informieren sich über das Geschehen. Foto: Fränkle

BRIEFWAHLBÜRO: Bürgermeister Dr. Albert Käuflein und Wahlamtsleiterin Dr. Edith Wiegelmann-Uhlig informieren sich über das Geschehen. Foto: Fränkle

 

Bei Europawahl und Kommunalwahlen haben die Wähler mehr Auswahl als je zuvor

Der Superwahlsonntag am 26. Mai mit Europawahl, Wahl zum Gemeinderat und Wahlen zu Ortschaftsräten in sieben Stadtteilen rückt näher. Im Vorfeld des Urnengangs, zu dem 235.000 Karlsruherinnen und Karlsruher aufgerufen sind, ist ein Trend deutlich erkennbar: Briefwahl wird immer beliebter.

Anfang der Woche hatten sich „bereits 25.000 Karlsruherinnen und Karlsruher für die Briefwahl entschieden“, führte Bürgermeister Dr. Albert Käuflein vor den Medien im Briefwahlbüro aus. Diese erste Zwischenbilanz lasse laut Wahlamtsleiterin Dr. Edith Wiegelmann-Uhlig darauf schließen, dass die Zahl am Ende auf 35.000 klettert – und damit den Wert bei den Wahlen 2014 um zehn Prozent übersteigt. Dieses Hoch lässt jedoch keinerlei Aussagen über die Wahlbeteiligung insgesamt zu. Käuflein: „Die erfahren wir erst am Abend des 26. Mai.“

Briefwahlanträge werden heute in Karlsruhe in über der Hälfte der Fälle über das Internet gestellt. Daneben können die Wahlberechtigten ihre Briefwahlunterlagen auch per Post oder persönlich im Briefwahlbüro sowie im Stadtamt Durlach und in den Ortsverwaltungen beantragen. Im Briefwahlbüro im Untergeschoss des Ständehauses stehen 22 städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Bürgern montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr für Fragen zur Briefwahl und für die Entgegennahme von Briefwahlanträgen zur Verfügung. Zudem können die Wählerinnen und Wähler vor Ort in aufgestellten Wahlkabinen ihre Stimme abgeben.

Bei der diesjährigen Europawahl und bei den Kommunalwahlen haben die Karlsruherinnen und Karlsruher eine größere Auswahl als je zuvor. Bei der Europawahl bewerben sich insgesamt 40 Parteien und Vereinigungen um die Gunst des Wählers. Die Stimmabgabe dabei ist einfach, jeder Wähler hat bei der Europawahl eine Stimme. Bei den Kommunalwahlen ist das Verfahren ein wenig aufwändiger. Bei der Gemeinderatswahl stehen 480 Kandidatinnen und Kandidaten auf zehn Listen zur Wahl. Jeder Wähler kann bis zu 48 Stimmen vergeben.

Er kann entweder einen Stimmzettel mit einer Liste unverändert abgeben (ohne Kennzeichnung oder komplett gekennzeichnet). Dann erhält jeder Bewerber auf dieser Liste eine Stimme. Der Wähler hat aber auch die Möglichkeiten des Kumulierens und Panaschierens (siehe Beitrag „Gemeinderat eigener Wahl“). Das gleiche Verfahren gilt auch für die Wahl der Ortschaftsräte. In Durlach (sieben Listen) können die Wähler bis zu 22 Stimmen vergeben, in Grötzingen (sechs Listen) bis zu 18, in Stupferich (vier Listen) bis zu zwölf und in Hohenwettersbach (drei Listen) bis zu acht Stimmen. In Wolfartsweier (drei Listen) haben die Wähler bis zu zehn Stimmen, in Wettersbach (vier Listen) bis zu 16 und in Neureut (sechs Listen) bis zu 20.

Das Paket der Stimmzettel für die Kommunalwahl erhalten die Wahlberechtigten bis zum 25. Mai ins Haus. Damit haben die Wähler die Möglichkeit, in aller Ruhe ihr Votum abzugeben und ihren Wahlentscheid am 26. Mai zum Urnengang mitzunehmen. Sie können sich entweder dazu entscheiden, den Stimmzettel ihrer favorisierten Liste unverändert abzugeben, oder sich auch einen Gemeinderat oder Ortschaftsrat eigener Wahl zusammenstellen. Das geht über die Möglichkeiten des Kumulierens und Panaschierens. Beim Kumulieren kann der Wähler bis zu drei Stimmen auf einen Bewerber anhäufen. Panaschieren bedeutet, Bewerber von anderen Listen auf die favorisierte herüberzuholen. Insgesamt muss der Wähler aber darauf achten, dass er bei seinem Votum die Gesamtstimmenzahl (48 beim Gemeinderat) nicht überschreitet.

Die Wahlbenachrichtigungen für die Europawahl und die Kommunalwahlen hat das Wahlamt indes an die 235.000 Wahlberechtigten verschickt. Diejenigen, die keine erhalten haben, sollten sich mit dem Wahlamt in Verbindung setzen und zunächst erfragen, ob sie im Wählerverzeichnis eingetragen sind. Dies ist telefonisch unter 0721/133-1250 möglich, per E-Mail an briefwahl@karlsruhe.de. Diejenigen, die im Wählerverzeichnis stehen, können noch Briefwahl beantragen oder am Wahlsonntag mit Ausweis in ihr Wahllokal gehen und an der Urne wählen. Das zuständige Wahllokal lässt sich online auf www.karlsruhe.de/wahlen über den Wahllokalfinder ermitteln. -trö-

 
 

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