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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. Mai 2019

Gemeinderat: CO2-Bilanz und Klimaperspektive

Knapp eine Stunde debattierte der Gemeinderat über Klimawandel, Energiewende, Konsequenzen – auf Ausschussebene weiterzuverfolgen. Das Klimaschutzkonzept ausweiten, Ziele beschleunigter erreichen, CO2-Verbrauche erfassen und kompensieren, nahm OB Dr. Frank Mentrup mit.

Er bedauerte den suggerierten Eindruck, Karlsruhe befasse sich nicht schon seit Jahrzehnten mit dem Thema. Das essenziell bleibt: Ob es nun noch „5 vor 12“ ist, um die CO2-Bilanz der Stadt zu verbessern, wie ein SPD-Antrag lautete (Dr. Raphael Fechler: „Geht darum, Sorgen ernstzunehmen und zu handeln“) oder schon viertel nach, wie Erik Wohlfeil (KULT) beklagte, weil der Staat zu viel tue, das dem Klima schadet und zu wenig, das ihm nützt. Ob das Ausrufen des Klimanotstands für Karlsruhe (GRÜNE) mindestens ein wichtiger symbolischer Akt wäre oder Aktionismus, wie OB Mentrup bei aller Solidarität einordnete.

Während Thorsten Ehlgötz (CDU) an den Status Industrienation und Stadt des Wohlstands, die Rettung der Flüsse, aber wachsenden Strom- und Wärmebedarf erinnerte, warnte Dr. Paul Schmidt (AfD): „Wenn wir hier alles stilllegen“, auch Kohlekraft, „hat der Rest der Welt die Kapazität in drei Monaten nachgebaut“. Für Zoe Mayer (GRÜNE) muss der deutsche/westliche Weg Vorbild sein. Stefan Schmitt (pl) kritisierte fehlende Fakten(-Akzeptanz), Friedemann Kalmbach (FK) Angstmache. Tom Høyem (FDP) erklärte Klimaschutz für zu wichtig für Wahlkampfdebatten. -mab-

 
 

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