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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. Mai 2019

Gemeinderat: Denkmal Stadtbiotop

UNTER SCHUTZ steht künftig das Gebiet „Sandgrube Grüner Weg – West“ in Neureut-Heide. Als Flächenhaftes Naturdenkmal gelten dort künftig besondere Regeln und auch einige Verbote. Foto: Fränkle

UNTER SCHUTZ steht künftig das Gebiet „Sandgrube Grüner Weg – West“ in Neureut-Heide. Als Flächenhaftes Naturdenkmal gelten dort künftig besondere Regeln und auch einige Verbote. Foto: Fränkle

 

„Sandgrube Grüner Weg – West“ wird als Flächenhaftes Naturdenkmal ausgewiesen / Drei weitere Schutzgebiete im Stadtgebiet / „Neureuter Toskana“ folgt im Herbst

Einstimmig sprach sich der Gemeinderat dafür aus, das Gebiet „Sandgrube Grüner Weg – West“ in Neureut-Heide als Flächenhaftes Naturdenkmal (FND) auszuweisen. Diese besondere Schonung als Schutzgebiet wurde zuvor im Ortschaftsrat Neureut, im Ausschuss für Umwelt und Gesundheit sowie im Naturschutzbeirat gutgeheißen.

Kleinen unwesentlichen Änderungen am aktuellen Verordnungsentwurf steht dieser Gemeinderatsbeschluss nicht im Wege – auch das machten die Stadträtinnen und Stadträte mit ihrer Zustimmung möglich. Die Ausweisung als FND lassen das Bundes- sowie das Naturschutzgesetz Baden-Württemberg für Flächen bis zu einer Größe von fünf Hektar zu, die mit diesem Instrument geschützt werden können.

Das Stadtbiotop reiht sich nun ein neben die drei bereits existierenden FND im Karlsruher Stadtgebiet: „Brurain-Kolbengarten“ in Knielingen, „Auf dem Lerchenberg – Im Rosengärtle“ sowie „Steinbruch Schollenacker“ in Durlach. Nördlich grenzen die Flächen der „Neureuter Toskana“ an, die ebenfalls ein heißer Kandidat für die Ausweisung als FND sind. Der Prozess läuft bereits und soll in der zweiten Jahreshälfte 2019 zum Abschluss kommen.

Das Gebiet „Sandgrube Grüner Weg – West“ ist, wie der Name andeutet, eine ehemalige Sandgrube. Ökologisch bedeutsam ist die Fläche von 1,1 Hektar vor allem durch Mager- und Sandrasen, Lebensraum von Tieren und Pflanzen sowie durch Brut- und Nährgehölz für Vögel. Der Ortsverband des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat bereits seit 1996 eine Patenschaft für das Gebiet inne, führt hier regelmäßig und auch weiterhin Pflegemaßnahmen und naturpädagogische Projekte durch.

Verbindlich wird im Schutzgebiet ein Verbotskatalog, der etwa das Laufenlassen von Hunden, den Umgang mit der Pflanzenwelt sowie die Nutzung von Drohnen betrifft. Zerstörung oder Beschädigung fallen naturgemäß ebenfalls unter die Verbote. Weil sich die Stadt aber gleichzeitig über den großen Freizeit- und Nutzungsdruck auf die Fläche bewusst ist, ist eine gezielte Aufklärung und Akzeptanzförderung geplant, die mit dem Gesamtkonzept des Projekts „Meine Grüne Stadt“ abgestimmt sein wird. -bea-

 
 

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