Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. Mai 2019

Planungsausschuss: „Am Ende zählt die beste Idee“

SANIERUNGSBEDARF besteht beim unter Denkmalschutz stehenden Gebäudekomplex des Landratsamtes an der Beiertheimer Allee. Foto: Fränkle

SANIERUNGSBEDARF besteht beim unter Denkmalschutz stehenden Gebäudekomplex des Landratsamtes an der Beiertheimer Allee. Foto: Fränkle

 

Städtebauliche Entwicklung Kriegsstraße / Ausschuss stimmt kreativem Prozess zu

Der unter Denkmalschutz stehende Gebäudekomplex des Landratsamts in der Beiertheimer Allee an der Südwestecke des Ettlinger Tors ist sanierungsbedürftig. Erste gutachterliche Untersuchungen des Landkreises Karlsruhe haben ergeben, dass es vermutlich raumgreifender Sanierungsmaßnahmen bis auf die tragende Rohbaukonstruktion bedarf. Dies würde zum kompletten Verlust denkmalbegründender Substanz führen.

Vor diesem Hintergrund beschäftigte sich am vergangenen Donnerstag nicht nur der Kreistag mit der Problematik, sondern auch der gemeinderätliche Planungsausschuss. Der Vorschlag der Verwaltung, in Abstimmung mit dem Landratsamt und örtlichen Architekten dem Gemeinderat ein stufenweises Verfahren anzutragen, stieß dabei auf Zustimmung.

„Unabhängig vom Ergebnis der denkmalschutzrechtlichen Prüfung eines notwendigen Erhalts oder möglichen Abbruchs des Gebäudeensembles stellt sich für uns die Frage nach der städtebaulichen Zukunft an dieser zentralen Karlsruher Innenstadtlage“, erklärte Baubürgermeister Daniel Fluhrer. Deshalb soll in einem zweistufigen Vorgehen vor den architektonischen Wettbewerben zunächst die städtebauliche Gesamtsituation diskutiert werden – transparent und ergebnisoffen anhand eines Gutachterverfahrens, bei dem ausgewählte Büros zusammen und nicht anonym in Workshops Fragestellungen beraten und weiterentwickeln. „Am Ende zählt die beste Idee und das passende Konzept für Karlsruhe an dieser Stelle“, betonte Fluhrer.

Schließlich wird die Bürgerschaft zu einem Stadtbauforum eingeladen. So soll die stadtgesellschaftliche Debatte zur Zukunft des Areals vor weiteren Planungen im Sommer 2020 eingeleitet sein, um Planungssicherheit zu erhalten. Erste Ergebnisse berät im Herbst der Planungsausschuss, der Gemeinderat gibt dann den Startschuss für das Werkstattverfahren. -red-/-bea-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe