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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. Mai 2019

Planungsausschuss: Ochsentor bleibt historisch

ZEITZEUGE bleibt das Durlacher „Torwächterhaus“. Foto: Fränkle

ZEITZEUGE bleibt das Durlacher „Torwächterhaus“. Foto: Fränkle

 

Die Lösung einer auch emotional geprägten Kontroverse zur Durlacher Stadtgeschichte leiteten vorige Woche die Mitglieder des Planungsausschusses ein. In öffentlicher Sitzung gab es Zustimmung für die Aufstellung eines Bebauungsplanes rund um das „Torwächterhaus“ in der Ochsentorstraße.

Erst im April hatte die Stadt das historische Gebäude mit der Hausnummer 32 für 399.000 Euro in ihren Besitz überführt und so nach langer öffentlicher Debatte einen Abriss des Hauses verhindert. Ursprünglich hatte der Eigentümer, das Zentrum für individuelle Erziehungshilfen, Pläne für einen Neubau angemeldet.

Zusätzliche Wohngruppen sollten entstehen. Der Erhalt des nicht unter Denkmalschutz stehenden Zeitzeugen soll nun mit einem Umbau unter Berücksichtigung historischer Elemente einhergehen. Auch hierfür dient künftig der Bebauungsplan „Ochsentor/Nordöstlicher Altstadtrand Durlach“.

Neben der Aufstellung dieses Plans gemäß § 2 Absatz 1 Baugesetzbuch beschloss der Ausschuss zudem, auf eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit zu verzichten und stattdessen interessierten Bürgerinnen und Bürgern beim Stadtplanungsamt innerhalb einer bestimmten Frist Gelegenheit zu Information und Äußerung zu geben.

Der Beschluss sichert die Planung der städtebaulichen Gestalt im Bereich Ochsentor und im östlich anschließenden Rand der Durlacher Altstadt. Es bildet die Voraussetzungen für den Erlass einer Veränderungssperre, für die Zurückstellung von Baugesuchen bis zu zwölf Monaten sowie für die Zulässigkeit von Vorhaben während der Planaufstellung. Auch Durlachs Ortschaftsrat hatte diese Vorgehensweise jüngst gebilligt.

 
 

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