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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. Mai 2019

Rheinhäfen: EU fördert Verkehrsmanagement

Karlsruher Rheinhäfen koordinieren neues Projekt der neun Häfen am Oberrhein

Der zunehmende Containerverkehr aus den Nordseehäfen Rotterdam (Niederlande) und Antwerpen (Belgien) stellt die Oberrheinhäfen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz vor große Herausforderungen. Für den effizienten Umschlag der Container ist neben modernen Binnenhafenterminals insbesondere auch eine digitale Infrastruktur notwendig.

Die neun Häfen am Oberrhein, von Basel bis Mannheim, haben mit EU-Fördermitteln (Programm CEF) die Entwicklung und Etablierung des elektronischen Verkehrsmanagementsystems „RPIS“ erfolgreich umgesetzt. Über die digitale RPIS-Plattform werden in der Binnenschifffahrt am Oberrhein erstmals Echtzeit-Daten genutzt. Das nun mögliche Abgleichen von Reservierungsanfragen mit Schiffspositionen in einem einzigen IT-Angebot erleichtert die Prozessplanung an den Umschlagterminals erheblich.

Für Reedereien lassen sich über das frühzeitige Erkennen verfügbarer Liegeplätze an den Terminals die Schiffsumläufe effizienter planen. Darüber hinaus verfügt die RPIS-Plattform inzwischen über weitere Funktionen wie eine automatische Berechnung von Fahrtzeiten unter Berücksichtigung der Verfügbarkeit von Schleusen, digitalen Zollerklärungen und automatischer Weitergabe von Containerdaten.

Die erfolgreiche Kooperation der Oberrheinhäfen soll ab Mitte des laufenden Jahres in einem neuen EU-Projekt, das von den Karlsruher Rheinhäfen koordiniert wird, mit grenzüberschreitender Förderung (INTERREG Oberrhein) fortgesetzt werden. Das neue Vorhaben zielt mit einer Erweiterung der IT-Plattform insbesondere darauf ab, die Güterverkehre auf der Straße, der Schiene und bei der Binnenschifffahrt zu verknüpfen, und das IT-Angebot für die Schifffahrtsunternehmen zu verbessern, die auf dem Rhein unterwegs sind. -red-

 
 

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