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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. Mai 2019

Gemeinderat:Wohnen im Stadion und Spielpark

FREIZEITORT FÜR KINDER UND JUGENDLICHE: Mit einem geänderten Bebauungsplan sichert der Gemeinderat dem Spiel- und Aktionspark in der Otto-Dullenkopf-Anlage die Zukunft. Foto: Fränkle

FREIZEITORT FÜR KINDER UND JUGENDLICHE: Mit einem geänderten Bebauungsplan sichert der Gemeinderat dem Spiel- und Aktionspark in der Otto-Dullenkopf-Anlage die Zukunft. Foto: Fränkle

 

Gemeinderat bringt Bebauungspläne weiter auf den Weg / Veränderungssperre soll Grünzone im Inneren eines Blocks in der Weststadt sichern

Einstimmig und ohne Aussprache brachte der Gemeinderat in der vergangenen Woche auf seiner jüngsten Plenarsitzung eine Reihe von Bebauungsplänen ein Stück weiter auf den Weg.

Eines der Planwerke betrifft die auf dem Gelände des früheren August-Klingler-Stadions in Daxlanden vorgesehene Wohnbebauung. Der dort zuvor ansässige FV Daxlanden ist verlagert, die beiden vom Verein aufgegebenen Fußballplätze zwischen dem Ortsrand von Daxlanden und der B 36 gehört zu den wenigen großen Potenzialflächen für den Wohnungsbau in Karlsruhe.

Dort will die Stadt durch eine kompakte Bebauung in zwei durch die Gleise der Stadtbahn getrennten Teilbereichen zum Einen dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum schaffen, auf der anderen Seite das Quartier besser vernetzen und das angrenzende Wohnumfeld aufwerten. Mit seinem jetzt gefassten Beschluss leitete das Plenum das Verfahren zur Aufstellung des Vorhaben bezogenen Bebauungsplans „August-Dosenbach-Straße 7“  ein, der zur Realisierung des Projekts auf dem 5,4 Hektar großen Gelände notwendig ist.

KINDERZIRKUS SICHERN

Mit seinem Beschluss zur Aufstellung der ersten Änderung des Bebauungsplans „Gottesaue-/Ostaue-park“ will der Gemeinderat sowohl den Charakter des Otto-Dullenkopf-Parks als öffentliche Grünanlage erhalten als auch den vom Stadtjugendausschuss seit dem Jahre 2008 auf der Höhe von Wolfartsweierer Straße und Ostring betriebenen Spiel- und Aktionspark sichern. Dort gibt es neben offenen Angeboten regelmäßig Programme für verschiedene Zielgruppen und das Kinderzirkusfestival.

Ohne die Änderung hätte der Bebauungsplan dort lediglich ein Spielhaus vorgesehen, das den Nutzungsanforderungen des heutigen Aktions- und Zirkusbüros nicht mehr gerecht wird. Neben dem als Sondergebiet festgesetzten Spiel, Zirkus- und Aktionspark sieht der Planentwurf eine öffentliche Grünfläche vor, die parkähnlich angelegt werden soll.

MITTEL GEGEN BELASTUNG

Das Geviert Kaiserallee, Scheffelstraße, Goethestraße und Schillerstraße in der Weststadt gehört nach dem städtebaulichen Rahmenplan Klimaanpassung für die Stadt Karlsruhe zum hoch belasteten Siedlungsstrukturtyp der innenstadtnahen Blockrandbebauung. Um dort einer künftigen Erhöhung der bioklimatischen Belastung entgegenzuwirken, beschloss der Gemeinderat eine Veränderungssperre, die den Blockinnenbereich dauerhaft als Grünzone sichern und lediglich eine moderate bauliche Entwicklung zulassen soll. -trö-

 
 

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