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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. Mai 2019

Integrationspreis: „Stück Heimat auf weltoffene Weise“

PREISTRÄGER, LAUDATOREN UND AKTIVE im voll besetzten Bürgersaal vereint: u.a. (v.r.) OB Mentrup, ibz-Vorsitzende Mehnert und KME-Geschäftsführer Wacker. Foto: Knopf

PREISTRÄGER, LAUDATOREN UND AKTIVE im voll besetzten Bürgersaal vereint: u.a. (v.r.) OB Mentrup, ibz-Vorsitzende Mehnert und KME-Geschäftsführer Wacker. Foto: Knopf

 

Integrationspreis an drei Initiativen vergeben / Engagement mit breitem Spektrum

Bereits zum 23. Mal wurde kürzlich der Integrationspreis des Internationalen Begegnungszentrums (ibz) vergeben. In Kooperation mit der Stadt ehrt dieser Menschen und Initiativen, die zum Zusammenhalt beitragen und Ankommende bei ihren Schritten in die Gesellschaft unterstützen.

Zu den Preisträgern zählen das „Freitagstreffen mit Geflüchteten und hier Lebenden“, „Integration durch Sport“ von Initiator Roman Marhulis und das Integrationsprojekt der Siemens AG (Praktikantenprogramme für Geflüchtete).

Von „enormem ehrenamtlichen Engagement mit beeindruckender Kontinuität“, sprach ibz-Vorsitzende Barbara Mehnert im Bürgersaal des Rathauses. Dies, so der Tenor, sei in Zeiten, in denen antidemokratische Tendenzen immer weiter in die Mitte der Gesellschaft rücken, umso wichtiger und höher einzuordnen. Sie dankte vielen Bündnispartnern wie dem Kulturamt, Amnesty International, Vereinen, Verbänden und Schulen.

„Ein breites Spektrum des gesamten gesellschaftlichen Lebens“, sah OB Dr. Frank Mentrup bei den Preisträgern: „Die Geehrten bieten ein Stück Begleitung für Menschen an, die mit einer anderen Kultur, einem anderen Bildungssystem und auch anderen Werten konfrontiert sind.“ Er dankte dem Kuratorium und jenen, die den Geflüchteten ein „Stück Heimat auf weltoffene Weise anbieten“. Der Geschäftsführer von Karlsruhe Marketing und Event (KME), Martin Wacker, stellte in seiner Laudatio Begegnung in den Fokus. „Integration braucht Begegnung“, betonte er.

Wacker nannte „die Rattenfänger von rechts Brandbeschleuniger des Hasses“. Umso wichtiger seien zivilisatorische Errungenschaften wie Pressefreiheit, Unabhängigkeit der Justiz und das Grundgesetz, dessen 70. Geburtstag dieses Wochenende in Karlsruhe gefeiert wird. Migrationsbeirätin Helene Khuen-Belasi würdigte das Engagement von Roman Marhulis, der durch Sport Menschen zusammenführt und die russische Sportart Gorodki in Baden populär machte.

Catherine Devaux (Amnesty Inter-national) ehrte die seit drei Jahren bestehende kulinarische Freitags-runde, bei der Geflüchtete mit Ein-heimischen kochen, sowie das da-zugehörige Kunstprojekt von Ber-nadette Hörder und Ulrike Israel. „An diesem Tisch ist für jeden ein Platz frei“, merkte sie an. Viel Lob gab es von Dieter Bürk (Deutscher Gewerkschaftsbund) für das Praktikantenprogramm von Siemens. Er forderte die Bundesregierung zudem auf, eine Bleibeperspektive für gut integrierte Flüchtlinge zu schaffen. Die Preisträger Stephan Keiber und Thorsten Breutmann hatten eine Überraschung parat. Sie erhöhten das Preisgeld von 500 auf 2000 Euro und spendeten es dem Projekt „Perspektive Now! Plus“. -voko-

 
 

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