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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. Juni 2019

Wahlen: Auch lokal verschieben sich politische Kräfte

AKRIBISCHE ARBEIT: In der Schwarzwaldhalle machten sich am Tag nach der Kommunalwahl an die 1.000 Helferinnen und Helfer an die Feinauszählung der bei den Wahlen zu Gemeinderat und den Ortschaftsräten kumulierten und panaschierten Stimmen. Foto: MMG

AKRIBISCHE ARBEIT: In der Schwarzwaldhalle machten sich am Tag nach der Kommunalwahl an die 1.000 Helferinnen und Helfer an die Feinauszählung der bei den Wahlen zu Gemeinderat und den Ortschaftsräten kumulierten und panaschierten Stimmen. Foto: MMG

 

Die Grünen gewinnen Ortschaftsratswahlen in Durlach und Grötzingen / SPD in Wolfartsweier vorne

Nicht nur bei der Wahl zum Gemeinderat gingen die Grünen am 26. Mai als Sieger hervor und sorgten mit ihrem Traumergebnis von 30,1 Prozent zusammen mit den deutlichen Verlusten von CDU und SPD für eine gewaltige Verschiebung der bisherigen politischen Kräfteverhältnisse. Auch die Ergebnisse der Wahlen zu den sieben Ortschaftsräten verursachen teilweise gewaltige Verschiebungen.

Etwa in Durlach: Im größten Stadtteil steigerten die Grünen ihren dort zuvor schon hohen Zuspruch von 26,8 Prozent im Jahre 2014 auf jetzt 36,1 Prozent. Damit löst die Öko-Partei die CDU, deren Ergebnis von 32,7 auf 23,0 Prozent sank, deutlich als stärkste politische Kraft ab. Die Grünen nehmen im neuen Ortschaftsrat acht statt bisher sechs Sitze ein, die CDU verliert zwei und hat noch fünf Sitze. Nurmehr mit drei Ortschaftsräten (bisher fünf) ist die SPD vertreten, die mit einem Minus von 7,5 auf 14,6 Prozent sank. Die FDP bleibt bei 8,8 Prozent und zwei Sitzen, die Freien Wähler erreichen trotz eines Verlusts von 2,5 Prozentpunkten mit 7,1 Prozent ebenfalls zwei Sitze. Jeweils ein Sitz geht an AfD (5,6 Prozent) und LINKE (4,8), die beide erstmals angetreten waren.

Auch in Grötzingen gewann die dortige Grüne Liste (GLG). Mit gegenüber Durlach deutlich geringerem Vorsprung vor den anderen Parteien. Die GLG kommt mit 24,3 Prozent ebenso auf vier Sitze wie CDU (21,3 Prozent), die Wählervereinigung „Menschen für Grötzingen“ (21,2 Prozent) und die SPD (20,6 Prozent). Die FDP hält mit 10,5 Prozent ihre beiden Sitze. Die AfD scheiterte mit 2,0 Prozent am Einzug ins Grötzinger Rathaus.

In ihrer Hochburg Stupferich musste die CDU am meisten Federn lassen. Sie verlor 18,4 Prozentpunkte und erreichte nur noch 29,7 Prozent. Das bedeutet vier statt bisher sechs Sitze. Die Freien Wähler als zuvor schon stärkste politische Kraft verloren zwar 7,6 Prozentpunkte, kommen aber mit 44,3 Prozent auf fünf Sitze. Drei Sitze gehen an die erstmals angetretenen Grünen, die aus dem Stand heraus 23,1 Prozent erreichten. Die PARTEI verpasste mit 3,0 Prozent den Einzug in das Gremium.

Dem Trend entgegen verlief die Ortschaftratswahl in Wolfartsweier. Dort legte die SPD um satte 10,2 Prozentpunkte zu und erreichte mit 59,6 Prozent (sechs Sitze) die absolute Mehrheit. Die CDU schrumpfte mit einem Minus von 11,9 Prozentpunkten auf 24,3 Prozent und nur noch zwei statt bisher vier Sitze. Die FDP verzeichnete ein leichtes Plus von 1,7 Prozentpunkten und fügte mit 16,1 Prozent ihrem bisherigen Sitz einen weiteren hinzu. Die Grünen waren in Wolfartsweier nicht angetreten. In Neureut schon: Dort kamen sie mit 28,7 Prozent knapp hinter der CDU (30,2 Prozent) ins Ziel. Beide Parteien haben künftig sechs Sitze im Ortschaftsrat. Die SPD hat noch drei ihrer bisher fünf, die FDP hielt ihre drei Sitze. Jeweils einer geht an FÜR Karlsruhe und die AfD.

In Wettersbach bleiben CDU/Freie Wähler stärkste politische Kraft, kommen aber nur noch auf 33,7 Prozent und damit auf fünf statt sieben Sitze, die auch die „Bürger für Wettersbach“ mit 30,1 Prozent einnehmen. Jeweils drei Sitze gehen an SPD und FDP. In Hohenwettersbach legten SPD/Bürgerliste um 3,9 Prozentpunkte auf 54,7 Prozent zu (vier Sitze), die CDU (drei Sitze) sank von 40,5 auf 33,6 Prozent. Ein Sitz geht an die FDP, die 11,6 Prozent erreichte. -trö-

 
 

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