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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. Juni 2019

Wahlen: Stimmenkönigin und einige Sprünge

GLÜCKWUNSCH: OB Dr. Frank Mentrup gratuliert nach Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses den Grünen um Zoe Mayer. Foto: MMG

GLÜCKWUNSCH: OB Dr. Frank Mentrup gratuliert nach Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses den Grünen um Zoe Mayer. Foto: MMG

SPANNUNG: Bereits am Wahlabend verfolgten Interessierte im Bürgersaal das Eintreffen der Grobauszählung der Stimmen. Foto: Fränkle

SPANNUNG: Bereits am Wahlabend verfolgten Interessierte im Bürgersaal das Eintreffen der Grobauszählung der Stimmen. Foto: Fränkle

 

Die Wahl zum Gemeinderat sorgte für etliche Überraschungen / Höchster Zuspruch für Zoe Mayer / Verdiente Stadträte verpassten den Wiedereinzug

Neben dem Gesamtergebnis, bei dem die Grünen mit einem Plus von 9,8 Prozentpunkten gegenüber 2014 mit 30,1 Prozent deutlich an der CDU (18,7 Prozent) vorbeizogen, sorgte die Wahl zum Gemeinderat auch bei den persönlichen Ergebnissen für Überraschungen.

So stellen die Grünen mit ihrer Fraktionsvorsitzenden Zoe Mayer, die nach dem vorläufigen Endergebnis insgesamt 82.304 Stimmen auf sich vereinen konnte, auch die unangefochtene „Stimmenkönigin“. Hinter der Spitzenkandidatin folgen in der Rangliste der persönlichen Stimmen mit Renate Rastätter (72.132), Johannes Honné (70.191), Michael Borner (68.385), Aljoscha Löffler (62.664) und Verena Anlauf (55.942) fünf weitere Kandidatinnen und Kandidaten der Grünen. Platz sechs (51.374 Stimmen) nimmt SPD-Fraktionsvorsitzender Parsa Marvi ein,  der bei der Wahl 2014 noch „Stimmenkönig“ war. Nach fünf weiteren Grünen (Jorinda Fahringer, Benjamin Bauer, Markus Schmidt, Berthe Obermanns und Christine Weber) landet mit dem Fraktionsvorsitzenden Tilman Pfannkuch die Nummer eins der CDU (44.717 Stimmen) auf Platz zwölf, gefolgt von Stadtrat Thorsten Ehlgötz (43.655), dem bisherigen Spitzenreiter der CDU in Sachen persönliche Stimmen.

Bei den Grünen, die mit 15 Sitzen künftig die deutlich stärkste Fraktion stellen, gibt es auch die meisten neuen Gesichter. Von den bisherigen Stadträtinnen und Stadträten gehören in der kommenden Amtszeit nur noch Zoe Mayer, Renate Rastätter, Johannes Honné,  Michael Borner und Verena Anlauf dem Plenum an, die anderen zehn Mitglieder der Fraktion ziehen zum ersten Mal in den Bürgersaal ein. Unter den Newcomern ist Dr. Clemens Cremer, der durch sein persönliches Ergebnis von Platz 24 auf Platz 13 auf der Liste der Grünen emporkletterte. Einen fast ebenso großen Sprung machte bei der CDU Stadtrat Dirk Müller, den sein persönliches Ergebnis von Platz 19 auf Patz 9  und damit wieder in die nurmehr neun Sitze umfassende Fraktion seiner Partei brachte. Mit Johannes Krug und Hermann Brenk verpassten zwei bisherige Stadträte der CDU ebenso den Einzug wie der Vorsitzende der Jungen Union, Frederik Hübl. Neben Pfannkuch, Ehlgötz und Müller sitzen künftig noch Detlef Hofmann, Bettina Meier-Augenstein, Dr. Thomas Müller, Karin Wiedemann, Dr. Rahsan Dogan und Sven Maier für die CDU im Bürgersaal.

Die SPD beklagte nicht nur den Verlust von drei Sitzen, sondern auch das Scheitern am Wiedereinzug ihrer verdienten Mitglieder David Hermanns, Dr. Raphael Fechler und Gisela Fischer. Der einzige Neuling in der künftig siebenköpfigen Fraktion ist der Wolfartsweierer Ortsvorsteher Anton Huber. Neben Fraktionsspitze Marvi gehören Yvette Melchien, Elke Ernemann, Sibel Uysal, Irene Moser und Michael Zeh dem bisherigen Plenum an. Die FDP verbesserte sich von drei auf vier Sitze. Die gehen an die Stadträte Thomas Hock, Tom Høyem, der von Platz acht auf zwei sprang, Karl Heinz Jooß (von neun auf vier) und die neu gewählte Annette Böringer. Drei Sitze nimmt die AfD im neuen Gemeinderat ein. Der künftigen Fraktion gehören Stadtrat Dr. Paul Schmidt sowie die neu gewählten Oliver Schnell und Ellen Fenrich an. Ebenfalls drei Sitze und Fraktionsstatus hat Die LINKE, für die Lukas Bimmerle, Mathilde Göttel und Karin Binder den Einzug schafften. Drei Gruppierungen sind im neuen Plenum mit zwei Sitzen vertreten: Die PARTEI (Max Braun, Rebecca Ansin), KAL (Lüppo Cramer, Michael Haug) und Freie Wähler (Jürgen Wenzel, Petra Lorenz). Ein Sitz fällt an Friedemann Kalmbach von FÜR Karlsruhe. -trö-

 
 

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