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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 14. Juni 2019

Grüne Stadt: Gärtnern auch mitten in der Stadt

Übergabe des Preisgelds bei Schloss Gottesaue: BM Bettina Lisbach und Dominik Wenz (B52 Verbändekooperation). Foto: Knopf

Übergabe des Preisgelds bei Schloss Gottesaue: BM Bettina Lisbach und Dominik Wenz (B52 Verbändekooperation). Foto: Knopf

 

Förderpreis für Fächergärtner / Bürgerschaftliches Engagement für „Grüne Stadt“

Stadtgärtnern oder Urban Gardening liegt schwer im Trend. Auch in der Fächerstadt sprießt solches Grün vielerorts. Jüngst wurde Karlsruhe für seine Gartenprojekte mit dem Förderpreis „Gesunde Kommune 2018“ durch die B52 Verbändekooperation ausgezeichnet.

Das ist ein Zusammenschluss von 52 Sozialkassen, die im Land gesundheitliche Konzepte fördern. Das Preisgeld von 5200 Euro ging stellvertretend an Bürgermeisterin Bettina Lisbach für mehr als ein Dutzend Garten-Projekte, die an jene verteilt werden. Die Fächergärtner, wie sich der Verbund der Menschen mit dem „grünen Daumen“ nennt, sind über das Stadtgebiet verteilt. Sie pflanzen Tomaten oder Kartoffeln ebenso wie Zierpflanzen - ob in der Südweststadt, in Mühlburg in den Gärten der Volkswohnung oder Kitas und Schulen. Auch viele integrativ engagierte  Initiativen wie SozPädal, Initial oder die Hagsfelder Werkstätten machen mit. Bürgerengagement und ein naturnaher Lebensstil gehen so Hand in Hand. Umso erfreuter war Lisbach über den Preis, der im Marstallgarten beim Schloss Gottesaue übergeben wurde. „Alle Projekte eint eine soziale, integrative und kommunikative Wirkung mit dem Gesundheitsaspekt. Urban Gardening ist Teil der Gesunden Kommune Karlsruhe. Sie leisten einen wertvollen Beitrag für Natur, Stadtklima und nachhaltige Stadtentwicklung“, so die Bürgermeisterin. Gerade wegen der Klimafolgen sei das gemeinschaftliche Gärtnern wichtig – Stichwort: Verdunstung und Kaltluft an Hitzetagen. Sehr zu begrüßen sei zudem, dass etwa Langzeitarbeitslose bei „Sozialer Garten“ eine sinnvolle Tätigkeit erhielten oder dass generell ein Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge geschaffen werde. „Alle aktiven Gruppen tragen dazu bei, dass unsere Stadt grüner und lebenswerter wird. Herzlichen Dank“, schloss sie. Lob gab es auch von Dominik Wenz (B52). „Unser zentrales Anliegen ist, die Gesundheit der Menschen zu fördern. Vor allem die Kreativität und die Nachhaltigkeit der Konzeption hat uns überzeugt.“ Auch dass sich die Fächergärtner an diverse Gruppen richten, von Studierenden über Flüchtlinge bis zu Wohnungslosen. -voko-

 
 

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